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Tschüss, du Spinner!

Eichenprozessionsspinner wandern weiter Tschüss, du Spinner!

Ihre giftigen Brennhärchen können Juckreiz, Entzündungen und sogar allergische Schocks hervorrufen: Seit Jahren wird deshalb versucht, die Ausbreitung der Eichenprozessionsspinner zu stoppen. Aber nun scheint der Kampf gegen die Eichenprozessionsspinner in Berlin und Brandenburg erste Früchte zu tragen.

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Eichenprozessionsspinner

Quelle: dpa

Potsdam. Im Kampf gegen die giftigen Eichenprozessionsspinner haben Berlin und Brandenburg erste Erfolge erzielt. In Brandenburg weichen die Raupen und Falter allerdings auch in bislang nicht betroffene Gebiete aus. “Sie wandern in Richtung Süden, Osten und auch Nordosten“, sagte Michael Kopka, Waldschutz-Fachmann im Landesbetrieb Forst Brandenburg am Mittwoch. In der Hauptstadt zieht der Eichenschädling mit den giftigen Nesselhärchen in den Südosten nach Treptow-Köpenick ab. “Die Lage in diesem Jahr ist insgesamt nicht dramatisch“, sagte der Leiter des Pflanzenschutzamtes, Peter Boas. Durch erfolgreiche Maßnahmen sei die Population des Falters 2015 zurückgegangen.

In Berlin werden derzeit vom Pflanzenschutzamt und den Berliner Forsten Lockstoff-Fallen überall dort im Grünen ausgebracht, wo der Schädling in diesem Jahr auftrat. «Damit kann der Falterflug der Männchen kontrolliert werden», so Boas.

Trotz der Entspannung müsse auch 2016 das Aufkommen weiter beobachtet und im Einzelfall bekämpft werden. Der Einsatz von biologischen Mitteln war bereits im April und Mai erfolgt und hatte gute Wirkung gezeigt. Derzeit werden vielerorts noch Nester abgesaugt.

In Brandenburg war eine Fläche von rund 1100 Hektar im Havelland, der Prignitz und Oberhavel mit dem Fraßgift Dipel ES (Bacillus thuringiensis) von Hubschraubern aus besprüht worden. “Das hat auch gute Wirkung gezeigt“, berichtete Kopka. “Wir sind insgesamt zufrieden.»“

Allerdings trete der Schädling nun auch im Elbe-Elster-Kreis, der Uckermark und im Spreewald auf. Dort werden nun vor allem Nester abgesaugt. “Das Problem wird nächstes Jahr nicht weg sein. Aber wir wollen den Eichenprozessionsspinner ja auch nicht ausrotten“, meinte Kopka. Im Wald beispielsweise werde an Stellen mit leichtem Befall gar nichts unternommen, sondern nur ein Warnschild aufgestellt.

Naturschützer protestieren gegen die flächendeckende Ausbringung von Mitteln wie Dipel ES, weil sie auch andere blattfressende Schmetterlingsraupen töten.

Von MAZonline

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