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Türsteher-Mord: Rocker freigesprochen

Berlin-Prenzlauer Berg Türsteher-Mord: Rocker freigesprochen

Vor rund zweieinhalb Jahren ist im Prenzlauer Berg vor einer Diskothek in der Kulturbrauerei mit mehreren Schüssen getötet worden. Drei Rocker stehen deswegen seit rund 18 Monaten vor Gericht. Am Montag sind die drei Angeklagten vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Ins Gefängnis müssen zwei der Männer trotzdem.

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Der Türsteher des Soda-Clubs ist im September 2013 erschossen worden.

Quelle: dpa

Berlin. Nach tödlichen Schüssen auf einen Türsteher in Berlin-Prenzlauer Berg hat das Berliner Landgericht drei Rocker vom Mordvorwurf freigesprochen. Zwei der Angeklagten wurden am Montag aber wegen eines anderen Gewaltdeliktes zu Haftstrafen von drei Jahren sowie von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Das Gericht folgte bei dem Freispruch dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Nach anderthalbjährigem Prozess sah die Anklagebehörde die Indizien selbst nicht mehr als ausreichend an. Ein Kronzeuge, der Mitglied der Rockerbande Hells Angels war, hatte die drei Angeklagten belastet.

Das 39-jährige Opfer war im September 2013 vor einem Club auf dem Gelände der Kulturbrauerei erschossen worden. Ein Kronzeuge, der Mitglied der Rockerbande Hells Angels war und nun im Zeugenschutzprogramm lebt, hatte die drei Angeklagten belastet.

Die Staatsanwältin beantragte in einem weiteren Vorwurf gegen zwei der Männer jeweils drei Jahre Gefängnis. Grund ist ein Raubüberfall auf eine ehemalige Freundin eines 32-jährigen Angeklagten.

Die Haftbefehle gegen zwei der angeklagten Rocker waren schon im Dezember aufgehoben worden. Gegen den dritten hatte es keinen Haftbefehl gegeben. Zuletzt saß keiner der Männer mehr in Untersuchungshaft. Es sei kein dringender Tatverdacht mehr gegeben, sagte damals ein Gerichtssprecher. Außerdem hieß es, die Kammer sei der Überzeugung, dass der Hauptbelastungszeuge nachweislich die Unwahrheit gesagt habe. Die Anklage ging ursprünglich von einem Racheakt dafür aus, dass zwei Wochen vor dem Mord an dem Türsteher andere Mitglieder der Hells Angels vor dem Club abgewiesen worden waren.

Der Kronzeuge sagte auch in einem anderen, noch laufenden Mordprozess gegen Mitglieder der Hells Angels aus. Elf Angeklagte stehen wegen eines Mordes aus Rache in einem Wettbüro im Januar 2014 vor Gericht. Ein Rocker-Boss soll die Schüsse auf das 26-jährige Opfer in Auftrag gegeben haben. Dieser Prozess läuft noch mindestens bis zum Herbst.

Von dpa

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