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U-Bahn Berlin: Ab sofort ist die Polizei dabei

Sicherheit U-Bahn Berlin: Ab sofort ist die Polizei dabei

Knapp drei Millionen Fahrten werden im Durchschnitt täglich bei der BVG in Berlin absolviert. Im Vergleich dazu gibt es kaum Straftaten. Trotzdem fühlen sich Fahrgäste besonders nachts zunehmend unwohl. Mehr Polizei, die gemeinsam mit der BVG auf Streife geht, soll das jetzt ändern.

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Eine Doppelstreife von Polizei und BVG-Sicherheitsdienst geht gemeinsam am in Berlin auf der U-Bahnlinie 8 Streife.

Quelle: dpa

Berlin. Für mehr Sicherheitsgefühl in den Berliner U-Bahnen und Bahnhöfen gehen Polizisten und Wachleute der Verkehrsbetriebe BVG ab sofort wieder gemeinsam auf Streife.

5 Streifen mit je 2 Polizisten und 2 BVG-Wachleuten

Täglich sollen zunächst fünf Streifen aus je zwei Polizisten und zwei BVG-Wachleuten im Einsatz sein. Das sieht eine Vereinbarung vor, die der Senat, die Polizei und die BVG am Freitag im Bahnhof Alexanderplatz unterzeichneten.

Die sogenannten Doppelstreifen sollen jeden Tag für eine Acht-Stunden-Schicht präsent sein. Das kann tagsüber, abends oder nachts sein. Besonders im Auge habe man aber die Abende und die Nächte der Wochenenden, wenn mehr betrunkene und aggressive Menschen unterwegs seien, hieß es.

Konzentration auf U-Bahnen und Bahnhöfen mit viel Kriminalität

Die Vierer-Streifen sollen sich im gesamten BVG-Netz mit mehr als 170 Bahnhöfen bewegen, sich aber auf die U-Bahnlinien und Bahnhöfe mit viel Kriminalität konzentrieren - also etwa auf die U8, die U2, die U9 und auf die Stationen Alexanderplatz, Kottbusser Tor, Osloer Straße und Bahnhof Zoo. Polizeipräsident Klaus Kandt betonte: «Wir wollen auch gesehen werden, wir wollen ansprechbar sein.» Dafür setze die Polizei «eine ganze Menge an Personal ein».

Auch 2016 schon viel Polizei in den Bahnhöfen

Nach Angaben von Innensenator Andreas Geisel (SPD) gab es 2003 schon 65 Polizisten in Doppelstreifen. Das Projekt wurde dann zurückgefahren. Aber auch 2016 habe die Polizei 168.000 Einsatzstunden in den Bahnhöfen geleistet. Das habe etwa der Jahresarbeit von 140 Beamten entsprochen. Darin enthalten waren Präventionsmaßnahmen, Schwerpunkteinsätze gegen Drogenhandel und Taschendiebstahl sowie zahlreiche einzelne Einsätze bei Gewalttaten oder anderen Alarmierungen.

In Zukunft will die Polizei jährlich 200 000 Einsatzstunden auf dem Gebiet der BVG leisten. Das entspricht laut Geisel der Arbeit von 190 Polizisten. Die Beteiligung an den Doppelstreifen mit täglich 10 Polizisten dürfte auf das Jahr gerechnet etwas weniger als 20 Personalstellen beinhalten. Es gibt rund 16 000 Polizisten in Berlin.

Zahl der Angriffe seit 2008 um 20 Prozent gesunken

BVG-Chefin Sigrid Nikutta sagte, U-Bahnen und Busse seien jetzt schon sicher. Die Anzahl der Angriffe sei seit 2008 um 20 Prozent gesunken, während sich die Zahl der Fahrgäste um 20 Prozent erhöht habe. Gründe für den Rückgang der Gewalt seien die Zusammenarbeit mit der Polizei, die vielen BVG-Wachleute und zahlreichen Kameras in den Bahnhöfen und Bahnen.

„Größenordnung eines PR-Gags“

Der FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe kritisierte die neuen Einsätze als «Tropfen auf den heißen Stein» Die BVG müsse wieder sicherer werden, schrieb er in einer Presseerklärung. «Dann muss es aber auch richtig geschehen und nicht in der Größenordnung eines PR-Gags.»

Von dpa

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