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Brandenburg Explosive Arbeit: Unfälle bei Munitionsentsorgung
Brandenburg Explosive Arbeit: Unfälle bei Munitionsentsorgung
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17:14 16.03.2018
In Lübben ist es am Freitag zu einer Explosion gekommen – in der Vergangenheit ist es zu vergleichbaren Fällen gekommen. Quelle: dpa
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Potsdam

Die Explosion im Spreewerk Lübben ist nicht das erste Unglück zu dem es bei der Entsorgung von Munition gekommen. In den vergangenen Jahren ist es an verschiedenen Orten immer wieder zu schweren Unfällen gekommen.

August 1992: Ein 16-Jähriger kommt beim Hantieren mit scharfer Armee- Munition in der elterlichen Wohnung in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) ums Leben. Der Jugendliche hatte ein Flak-Geschoss zersägt.

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Nach einer schweren Explosion im Munitionsentsorgungsbetrieb Spreewerk in Lübben (Dahme-Spreewald) bleibt die Situation am Unfallort gefährlich. Wegen Explosionsgefahr auf dem Areal, auf dem Sprengstoffe lagern, konnte das Feuer noch nicht gelöscht werden. Knapp 40 Einsatzkräfte sind vor Ort.

Juli 1993: Zwei Zivilangestellte der russischen Streitkräfte fahren auf einem gesperrten Waldweg bei Halbe (Dahme-Spreewald) über einen Sprengkörper. Die Munition explodiert, die beiden Radfahrer werden schwer verletzt.

September 1993: Beim Brand einer Rakete in einem Wehrtechnikunternehmen in Pinnow (Uckermark) werden sieben Menschen verletzt. Während der Demontage einer sechs Meter langen Boden-Luft- Rakete war die bereits herausgezogene 180 Kilogramm schwere Treibstoffstange auf den Boden gefallen und hatte sich entzündet.

Februar 2000: Ein Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes Skaby (Kreis Oder-Spree) wird bei der Explosion einer Kartusche verletzt. Die Munition explodiert, als er sie in eine Baggerschaufel legen will.

Juni 2000: Schießübungen der Bundeswehr verursachen einen Waldbrand auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Dabei explodiert ein Blindgänger, dessen Splitter einen 20-jährigen Soldaten tödlich verletzen.

November 2002: Bei einem verheerenden Explosionsunglück in einem Bunker der Munitionsentsorgungsfirma Industriepark Spreewerk Lübben GmbH kommen vier Mitarbeiter im Alter zwischen 26 und 59 ums Leben. Ihre Überreste können zum Teil nur anhand der DNA-Analyse identifiziert werden. Sie waren mit der Zerlegung von Munition beschäftigt.

April 2004: Bei der Explosion im Munitionsentsorgungsunternehmen Nammo Buck GmbH in Angermünde (Uckermark) kommt ein 51-jähriger Mitarbeiter ums Leben.

Dezember 2011: An der Landstraße in Neuhausen (Spree-Neiße) kommt es an zwei Tagen zu Explosionen. Es entsteht jeweils ein großer Krater, aber weder Menschen noch Sachen kommen zu Schaden. Als Ursache werden sogenannte Riegelminen vermutet, die die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg als Panzersperren einsetzte.

Von MAZonline, dpa

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