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Brandenburg Überfahrene Polizisten: Täter soll in Psychiatrie
Brandenburg Überfahrene Polizisten: Täter soll in Psychiatrie
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18:15 02.03.2017
In diesem Ort nahm die Flucht ein blutiges Ende. Quelle: dpa
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Frankfurt (Oder)

Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau und zweier Polizisten soll der mutmaßliche Mörder nochmals komplett psychiatrisch begutachtet werden. „Die Feststellung zur Schuldunfähigkeit kann für seine jetzigen Taten nicht übernommen werden. Wir müssen wissen, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, ob er nicht möglicherweise teilschuldfähig war“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ingo Kechichian, am Donnerstag.

Der 24-Jährige soll nicht nur an einer schweren psychischen Störung leiden, sondern zudem stark drogen- und alkoholabhängig sein. Die Rede ist von der Droge Crystal Meth, was allerdings am Mittwoch offiziell nicht bestätigt wurde. Eine lückenlose Aufklärung und eine harte Bestrafung des Täters fordere der Landeschef der Polizeigewerkschaft, Peter Neumann, im MAZ-Interview – und zwar unabhängig davon, ob der Mann unter Drogen stand oder nicht.

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In Müllrose (Oder-Spree) ereignet sich am 28. Februar 2017 ein schreckliches Verbrechen. Dort ersticht der 24-jährige Jan G. zunächst seine Großmutter. Dann flieht er und überfährt auf der Flucht zwei Polizisten an einer Straßensperre in Beeskow, Ortsteil Oegeln.

Gegen den 24-Jährigen, der am Dienstag in Müllrose (Oder-Spree) erst seine 79 Jahre alte Großmutter getötet und dann in Oegeln bei Beeskow die beiden Polizisten überfahren hatte, wurde vom Amtsgericht Frankfurt (Oder) unterdessen die Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie angeordnet. In welcher forensischen Klinik er jetzt sitzt, teilte Kechichian nicht mit.

So können Sie spenden

Der Fonds ist benannt nach dem Brandenburger Polizisten Martin Heinze, der im August 1995 auf Zivilstreife von einem Einbrecher erstochen worden war.

Empfänger: Martin-Heinze-Fonds
IBAN: DE97 1705 4040 3000 6499 20
Verwendungszweck: Spende Hinterbliebene (und Absenderangaben für die Spendenbescheinigung)

Von MAZonline/dpa

Der gewaltsame Tod einer Rentnerin und zweier Polizisten erschüttert und macht betroffen. Der Fall zeige, dass die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung gegen Polizisten immer mehr sinke, sagt Polizei-Gewerkschaftschef Neumann im MAZ-Interview. Er fordert eine lückenlose Aufklärung des Falls.

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