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Überraschung: BER-Chef heuert auch CDU-Sprecher an

Aufsichtsratssitzung Überraschung: BER-Chef heuert auch CDU-Sprecher an

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup sollte dem Aufsichtsrat heute Eckpunkte zu einem Masterplan für den dringende benötigten Flughafenausbau vorstellen. Doch dann ging es wieder um Personalien – und Lütke Daldrup hatte diesbezüglich überraschende Nachrichten.

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BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup (l.), und der Staatssekretär und Flughafenkoordinator in der Brandenburger Staatskanzlei, Rainer Bretschneider, heute in Berlin nach der Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH bei einer Pressekonferenz

Quelle: dpa

Berlin. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat die umstrittene Berufung des ehemaligen SPD-Sprechers Lars Kühn zum Kommunikationsberater verteidigt. „Die Frage, aus welchem politischen Spektrum er kommt, spielt keine Rolle. Die Frage ist, wer kann uns die beste strategische Kommunikationsberatung bieten“, sagte er am Montagabend nach der Aufsichtsratsitzung in Berlin-Tegel. Kühn, der eine Tagespauschale in Höhe von 2000 Euro erhalten soll, werde aus dem allgemeinen Kommunikationsbudget in Höhe von 200.000 Euro bezahlt, das der Geschäftsführung zur Verfügung stehe.

Bretschneider sagt, es seien keine Regeln verletzt worden

Den Vorwurf des Genossen-Filzes wies der Flughafenchef zurück. Er habe Gespräche mit verschiedenen Bewerbern geführt. Kühn, der unter anderem Sprecher von Gerhard Schröder und Franz Müntefering war, habe er erst vor zwei Monaten kennengelernt. Lars Kühn werde dem Unternehmen für maximal sechs Tage im Monat zur Verfügung stehen. Regeln seien in keiner Weise verletzt worden, ergänzte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider.

Von dem Budget soll auch ein zweiter Berater bezahlt werden, wie Lütke Daldrup überraschend ergänzte. Es handelt sich dabei um den CDU-Mann Axel Wallrabenstein von der PR-Agentur MSL. Er war Anfang der 1990er Jahre Geschäftsführer der Jungen Union und später Sprecher des CDU-geführten sächsischen Innenministeriums.

Zusätzliches Abfertigungsgebäude soll nur noch halb so teuer werden

Beim weiteren Ausbau des neuen Hauptstadtflughafens wollen die Verantwortlichen stärker auf die Kosten achten. Das geplante zusätzliche Abfertigungsgebäude neben dem Hauptterminal wird nun mit rund 100 Millionen Euro veranschlagt und würde damit halb so teuer wie bislang geplant, wie Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Montag nach einer Aufsichtsratssitzung ankündigte. Der Bau mit dem Kürzel T1-E für sechs Millionen Passagiere im Jahr soll Anfang 2020 fertig sein, ein Jahr früher als zuletzt geplant.

Auch der spätere Ausbau des zu klein geratenen Flughafens soll demnach preisgünstig und zudem aus Eigenmitteln des Unternehmens erfolgen. „Wir werden keine hochkomplexen Gebäude mehr konzipieren, die einen so hohen Standard haben, dass man sie am Ende nicht beherrschen kann“, sagte Lütke Daldrup mit Blick auf das Hauptterminal. Es kann nach zahlreichen Umplanungen, Technikproblemen und Baumängeln seit über fünf Jahren nicht in Betrieb gehen.

Von Torsten Gellner/MAZonline/dpa

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