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Was denken Sie: Was sollte Milch kosten?

Brandenburgs Milchbauern protestieren Was denken Sie: Was sollte Milch kosten?

Für gerade einmal 55 Cent kann man Milch im Supermarkt kaufen. Diese Dumpingpreise gefährden die Existenz der Brandenburger Landwirte. Am Montag machen sie mit einer Treckerfahrt durch Südbrandenburg auf ihre Nöte aufmerksam. Wir wollen von Ihnen wissen – würden Sie 10 Cent mehr für einen Liter Milch zahlen?

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Milchbauern protestierten am Montag mit einer Treckerfahrt von Storkow (Oder-Spree) nach Lehnin (Potsdam-Mittelmark) gegen sinkende Preise.
 

Quelle: dpa

Potsdam.  Vor dem Zentrallager der Discounterkette Aldi in Mittenwalde (Teltow-Fläming) werden am Montag Traktoren aus allen Himmelsrichtungen vorfahren. Die Bauernverbände Südbrandenburg, Elbe-Elster, Spree-Neiße und Teltow-Fläming demonstrieren dort gegen die Dumpingpreise für Milch. Ein Liter ist derzeit im Supermarkt ab 55 Cent zu haben.

Milchpreise

55 Cent pro Liter Milch: Der niedrige Milchpreis bedroht die Existenz der Bauern. Würden Sie 10 Cent mehr zahlen, wenn es den Bauern zugute käme?

Vor dem Aldi-Logistikzentrum in Mittenwalde (Dahme-Spreewalde) ging am Montagvormittag nichts mehr: Rund 150 Landwirte aus dem Süden Brandenburgs hatten sich mit ihren Traktoren in dem Gewerbegebiet zusammengefunden, um gegen niedrige Preise für Milch und andere landwirtschaftliche Produkte zu protestieren. Aus Sicht der Bauern ist daran vor allem der Discounter schuld: Als größter Spieler auf dem Lebensmittelmarkt könne Aldi die Preise praktisch diktieren, so die Bauern. Alle übrigen Supermarktketten müssten Milch dann ebenfalls billiger machen, um die Kunden nicht zu vergraulen.

Im Oktober neue Verhandlungen zwischen Aldi und den Bauern

Zurzeit bekommen brandenburgische Milchbauern etwas mehr als 25 Cent für einen Liter – zu wenig, um überhaupt die Produktionskosten zu decken. Im Oktober beginnen die Verhandlungen zwischen Aldi und den Molkereien über die Milchpreise im kommenden Jahr. Viele Bauern fürchten, dass die Preise auf dem derzeitigen Niveau bleiben und kleinere Milchbetriebe dann schließen müssen.  

Der angekündigte Protestzug, der von der Polizei abgesichert war, endete gegen 12 Uhr. In den vergangenen Tagen hatte es bundesweit Protestaktionen von Landwirten gegeben. Nach Verbands-Angaben droht den deutschen Landwirten unter anderem wegen des Russland-Embargos und der Abschaffung der Milchquote in diesem Jahr ein Erlösausfall von 6,2 Milliarden Euro.

Bauernverband spricht von dramatischer Situation

Der Preisverfall für Milch und Schweinefleisch, aber auch für Getreide, Obst und Gemüse koste viele Betriebe ein Drittel ihres Einkommens, klagt der Bauernverband. Die wirtschaftliche Situation sei zum Teil dramatisch. Anlass für den Protest sind die bevorstehenden Preisverhandlungen zwischen Lebensmittelhandel und Molkereien. Im Juli wurde ein Grundpreis von nur 25,64 Cent je Liter Milch an die Bauern gezahlt – zu wenig, um die Kosten der Betriebe zu decken. Die Verbände warnen vor einem ruinösen Preiskampf auf dem Rücken der Bauern.

Würden Sie mehr für einen Liter Milche zahlen?

Milch bekommt man derzeit im Supermarkt zu Schleuderpreisen – 55 Cent kostet ein Liter derzeit etwa.

Wir wollen von Ihnen wissen: Würden Sie 10 Cent mehr für einen Liter zahlen? Stimmen Sie in der unten stehen Umfrage ab oder beteiligen Sie sich auf unserer  Facebook-Seite an der Diskussion.

Der europäische Dachverband der Agrarverbände hat wegen der niedrigen Erzeugerpreise für Montag zu einer Großdemonstration in Brüssel aufgerufen. “Wir Brandenburger Landwirte fordern von der EU praxistaugliche Entscheidungen für marktstabilisierende Maßnahmen“, sagte Udo Folgart, Präsident des Landesbauernverbands. Vom Lebensmittel-Einzelhandel fordert er den Verzicht auf Dumpingpreise bei Lebensmitteln.

Von MAZonline

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Die Erzeugerpreise für Milch sind auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren geklettert. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Als Hauptgrund für das Preishoch nennt das Blatt, dass Milchprodukte zunehmend ins Ausland verkauft würden.

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