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Umfrage zeigt: Autofahrer fühlen sich gestresst

Verhalten im Verkehr Umfrage zeigt: Autofahrer fühlen sich gestresst

„Hat der da vorne Gas mit Bremse verwechselt? Nun fahr doch endlich!“ – Solche Gedanken sind Autofahrern durchaus bekannt, viele schätzen sich selbst als aggressiv ein. Das belegt nun eine Umfrage der Unfallforscher der Versicherer. Zur großen Überraschung eines Forschers, ist eine Gruppe besonders rücksichtslos im Verkehr, von der man das nicht erwartet.

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Manche Autofahrer werden nicht nur verbal aggressiv, sondern auch mit Gesten.

Quelle: dpa

Berlin. Hupen, meckern, fluchen: Mehr als jeder dritte Autofahrer auf Deutschlands Straßen ist in aggressiver Stimmung unterwegs. Das geht aus einer Umfrage der Unfallforscher der Versicherer hervor. Danach fühlen sich viele Bundesbürger im Straßenverkehr zunehmend gestresst.

Aggression: Der Verkehrsalltag ist kein Ruhmesblatt für Deutschlands Autofahrer. Fast die Hälfte der Männer (44 Prozent) und mehr als ein Drittel der Frauen (39 Prozent) schätzt sich als „mindestens manchmal aggressiv“ ein. Unfallforscher Siegfried Brockmann, der an der Studie beteiligt war, hält dieses Aggressionspotenzial für realistisch. „Allerdings machen sich die meisten Autofahrer den Stress selbst“, urteilt er. Überrascht hat ihn, dass gut verdienende Akademiker besonders rücksichtslos fahren.

Stress: Dieses Gefühl dominiert, wenn es um die Beschreibung vom Straßenverkehr geht. Die Hälfte der Befragten fühlt sich gestresst. Hohe Zustimmungswerte gibt es für die Begriffe „aufreibend“ und „erzeugt Druck“.

Sicherheitsgefühl: Im Vergleich zum Jahr 2010 fühlen sich deutlich mehr Menschen im Straßenverkehr sicher. Der Wert stieg von gut der Hälfte der Befragten auf fast zwei Drittel. Die Unfallforscher erklären sich dieses Ergebnis vor allem durch Frauen. „Da sitzt eine neue Frauengeneration am Steuer, die das Fahrzeug selbstbewusst führt“, sagt Brockmann.

Frau am Steuer: Frauen lassen sich auch weniger gefallen. Drängelt der Hintermann, tritt ein Drittel der befragten Fahrerinnen erst mal auf die Bremse – um ihn zu ärgern. Dieser Wert liegt um 2 Prozent höher als bei Männern. „Frauen geht es eher um Selbstbehauptung und auch ums Erziehen der anderen“, sagt Forscher Brockmann.

Immer die anderen: Kritikfähigkeit ist Autofahrern in Deutschland wenig gegeben. Zwar beobachten fast alle Befragten ein zu dichtes Einscheren anderer Autos oder dreistes Vorbeiziehen an Kolonnen. Aber nur ein Fünftel gibt zu, das auch schon einmal gemacht zu haben.

Senioren: Vorsicht als Tugend im Straßenverkehr erreicht mit mehr als 80 Prozent Zustimmung einen hohen Wert in der Umfrage, dicht dahinter liegen Wachsamkeit, Aufmerksamkeit und Kenntnis der Regeln. Aber ab 70 Jahren geht der Studie zufolge die Wertschätzung all dieser Tugenden deutlich zurück. „Wahrscheinlich glauben Senioren, dass ihnen ihre Erfahrung hilft. Dabei ist eine Selbstüberschätzung möglich“, sagt Brockmann. Die Quittung dafür: Mehr als zwei Drittel der Befragten sprechen sich für einen Fahrtauglichkeitstest ab 75 Jahren aus. Einzig die Senioren stimmen solchen Vorschlägen nicht zu.

Von Ulrike von Leszczynski

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