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Umweltminister: Wolf ist nationale Aufgabe

Konferenz in Bad Saarow (Uckermark) Umweltminister: Wolf ist nationale Aufgabe

Erfolg für Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt: Obwohl der Wolf nur in diesen Bundesländern ansässig ist, wird er nun zur nationalen Angelegenheit. Unter der Leitung Brandenburgs wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Für Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) ist klar: „Wir werden Wege finden müssen, mit dem Wolf zu leben.“

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Quelle: dpa

Bad Saarow. Die deutschen Umweltminister haben die Rückkehr des Wolfes und die möglichen Gefahren durch die Raubtiere als „nationale Aufgabe“ erkannt.

Bei der Umweltministerkonferenz in Bad Saarow einigten sich die Länder darauf, sofort eine Arbeitsgruppe unter Brandenburger Führung einzusetzen, die bis zum Herbst erste Handlungsempfehlungen zum Umgang mit „verhaltensauffälligen Tieren“ vorlegen soll.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) wertet dies als großen Erfolg. „Wir haben es geschafft, das Thema Wolf zu einer nationalen Aufgabe zu machen“, sagte er.

Da die Tiere bisher nur in wenigen Ländern, darunter Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt gesichtet wurden, hatten die übrigen Bundesländer bisher keinen Handlungsbedarf gesehen.

In den Städten sei die Affinität zum Wolf groß, auf dem Land hätten die Bürger Angst, ihre Kinder draußen spielen zu lassen, sagte Backhaus. In Sachen Entschädigungszahlungen und Hilfen beim Bau von Herdenschutzzäunen soll der Bund stärker in die Pflicht genommen werden.

Vor 150 Jahren sei der Wolf brutal ausgerottet worden, sagte Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD). „Doch dazu haben die Menschen kein Recht“, erklärte er. „Wir werden Wege finden müssen, mit dem Wolf zu leben. Das ist nicht ohne Konflikte möglich.“

Stefan Wenzel, Umweltminister von Niedersachsen, sagte, die Deutschen könnten nicht von anderen Ländern erwarten, dass sie Elefanten schützen, und selbst geschützte Tiere zum Abschuss freigeben.

Von Torsten Gellner

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