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S-Bahn-Chaos nach Automaten-Sprengung

Berlin S-Bahn-Chaos nach Automaten-Sprengung

Wer am Dienstagmorgen in Berlin mit der S-Bahn unterwegs gewesen ist, brauchte Geduld. Denn auf einigen Linien ist es zu stundenlangen Unterbrechungen und Ausfällen gekommen. Besonders betroffen war ein wichtiger Abschnitt. Unbekannte hatten einen Automaten auf ziemlich rabiate Art gesprengt und so für die S-Bahn-Unterbrechungen gesorgt.

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Quelle: dpa

Berlin. Nach der Sprengung eines Geldautomaten am S-Bahnhof Landsberger Allee in Berlin-Prenzlauer-Berg ist der S-Bahnverkehr unterbrochen worden. Nach Angaben der S-Bahn Berlin GmbH war der Abschnitt zwischen Ostkreuz und Greifswalder Straße am Dienstagmorgen ab etwa 3 Uhr behindert. Betroffen waren Pendler, die mit den Ringbahnlinien S41, S42 sowie der S9, S85 und S9 verkehrten. Gegen 7 Uhr meldete die S-Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass die S41, S42, S8, S85 und S9 wieder an der Landsberger Allee halten.

Wegen des gesprengten Automaten konnte die Ringbahn für Stunden nicht an der Landsberger Allee stoppen

Wegen des gesprengten Automaten konnte die Ringbahn für Stunden nicht an der Landsberger Allee stoppen.

Quelle: dpa

Automat wurde zerfetzt, Teile landete auf den Schienen

Durch die Wucht der Explosion sei der Geldautomat „förmlich zerfetzt“ worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Einzelteile hätten auf den Gleisen eingesammelt werden müssen. Nach ersten Erkenntnissen setzten die Täter Gas ein. Sie flüchteten unerkannt. Nähere Angaben zur Beute gab es bislang nicht.

Vor etwa drei Wochen registrierte die Polizei einen ähnlichen Fall: Täter sprengten einen Geldautomaten am U-Bahnhof Lipschitzallee in der Gropiusstadt. Auch sie sind bislang auf freiem Fuß.

Anschläge in Brandenburg

24. April 2014:
Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Mühlenbeck (Oberhavel) entwendeten die Täter nach der Sprengung die Fahrscheinrohlinge. Diese werden auf dem Schwarzmarkt verkauft.

4. April 2014: Ticketautomat in Schönfließ (Oberhavel) gesprengt, die Täter entwendeten die Geldkassetten.

8. März 2014: Am Bahnhof Potsdam-Rehbrücke wurde ein Automat mit Pyrotechnik gesprengt, die Täter entwendeten die Fahrscheinrohlinge.

15. Februar 2014: In der Fußgängerunterführung des Bahnhofs Wilhelmshorst (Potsdam-Mittelmark) sprengen Unbekannte einen Fahrkartenautomaten auf und erbeuten das darin liegende Bargeld.

5. Februar 2014: Die Automatensprengung am Bahnhof Großbeeren (Teltow-Fläming) verursachte einen Schaden von rund 30.000 Euro.

24. - 27. Janaur 2014: Eine ganze Reihe von Anschlägen hält die Region Potsdam-Mittelmark und Havelland in Atem: Erst ging ein Automat in Nauen (Havelland) in die Luft, dann wurden am Sonntag Geräte in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) und Berlin-Albrechtshof gesprengt und dabei völlig zerstört. In der Nacht zum Sonntag explodierte der Automat am Bahnhof Finkenkrug (Havelland). In Albrechtshof nahmen sie Geld mit, in Nauen stahlen sie eine Rolle mit Fahrkarten.

4. Januar 2014: Reichlich Spuren hinterließen Unbekannte an einem gesprengten Fahrkartenautomaten in Glöwen (Prignitz). Viel Erfolg hatten die kriminellen Pyrofreunde jedoch nicht, an das Geld kamen sie nicht.

22. Dezember 2013: Unbekannte leiteten am ein unbekanntes Gasgemisch in den Fahrkartenautomat auf dem Bahnhof in Großbeeren (Teltow-Fläming) ein und sprengten den Automaten. Sie entwendeten das sich im Automaten befindliche Geld und entkamen unerkannt.

20. Dezember 2013: Ein Fahrkartenautomat im Fußgängertunnel des Bahnhofs Nauen (Havelland) wurde auf ungeklärte Art und Weise gesprengt.

Von dpa

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