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Brandenburg Und wieder fehlt ein Häftling in Plötzensee
Brandenburg Und wieder fehlt ein Häftling in Plötzensee
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12:22 18.01.2018
Eingangsschild der Justizvollzugsanstalt Plötzensee in Berlin Quelle: Paul Zinken
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Berlin

Erneut ist in Berlin ein Häftling von einem Ausgang nicht zurückgekommen. Der 18-Jährige war im offenen Vollzug der Jugendstrafanstalt Plötzensee untergebracht und durfte tagsüber das Gefängnis für eine Berufsausbildung verlassen. Am Montagabend sei er nicht wiedergekommen, sagte ein Sprecher der Justizverwaltung am Donnerstag. Zuvor berichtete die „B.Z.“.

Der junge Mann sei wegen schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, erklärte der Sprecher. Im Juli 2019 sollte seine Strafe enden. Nun verliere er die Haftlockerung und damit voraussichtlich auch seinen Ausbildungsplatz. „Das ist extrem ärgerlich“, so der Sprecher. Die Flucht an sich hat keine juristischen Folgen, weil der Wille nach Freiheit nicht strafbar ist. Verfolgt wird aber, wenn Straftaten in der Zeit verübt werden.

Laut „B.Z.“ flüchtete am Montag auch kurzzeitig ein Häftling aus dem Maßregelvollzug bei einem begleiteten Freigang. Er habe sich am Abend jedoch in einem Krankenhaus zurückgemeldet.

Flucht mit Vorschlaghammer und Flex

Aus der JVA Plötzensee waren nach Weihnachten innerhalb weniger Tage neun Gefangene geflohen. Vier Inhaftierte aus dem geschlossenen Teil des Gefängnisses waren spektakulär ausgebrochen - mit Flex und Vorschlaghammer. Drei von ihnen stellten sich selbst, ein vierter wurde von der Polizei festgesetzt. Auch fünf Männer aus dem offenen Vollzug, die eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen, verschwanden. Von ihnen fehlt nur noch einer.

Von Alexandra Stahl

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