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Unfälle mit Gefahrgut-Transportern

Rollende Gefahr in Brandenburg Unfälle mit Gefahrgut-Transportern

Der schwere Unfall auf der A10 am Dienstag ist nicht der gravierende Zwischenfall mit einem Gefahrgut-Transporter in Brandenburg. In den letzten Jahren gab es wiederholt Voll- oder Teilsperrungen von Autobahnen, weil ein Lkw mit einer gefährlichen Ladung in einen Unfall verwickelt war.

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Feuerwehrleute in Schutzanzügen auf der A 2 in Brandenburg zwischen Wollin und Ziesa im Mai 2009.

Quelle: dpa

Potsdam. Ein Reifenplatzer hat vermutlich den schweren Unfall eines Gefahrgut-Transporters auf dem südlichen Berliner Ring am Dienstag verursacht.

Es war nicht der erste seiner Art in Brandenburg.

Explosionsgefahr bei Michendorf

Südlicher Berliner Ring, 15. September 2014: Bei einem schweren Unfall mit einem Gefahrgut-Transporter auf dem südlichen Berliner Ring bei Michendorf (Potsdam-Mittelmark) wurde ein Lkw-Fahrer getötet worden. Ein Transporter mit mehreren tausend Litern der explosiven Flüssigkeit hatte laut Polizei an einem Stauende am Autobahndreieck Nuthetal gestoppt. Ein nachfolgender Lkw-Fahrer hatte das nicht mitbekommen und krachte nahezu ungebremst in den Transporter. Der Fahrer starb am Unfallort. Der Fahrer des Gefahrgutes wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Spezialkräfte der Feuerwehr wurden zur Unfallstelle auf der A10 beordert. Die Polizei riegelte das Autobahndreieck Nuthetal ab. Es bestand Explosionsgefahr.

Unfall mit drei Lastwagen

Autobahndreieck Potsdam, 28. März 2013: Zwischen dem Autobahndreieck Potsdam und der Anschlussstelle Ferch kam es auf der A 10 zu einem schweren Verkehrsunfall mit drei Lastwagen. Ein 40-jähriger Fahrer eines Sattelzuges fuhr auf einen vor ihm langsam fahrenden litauischen Autotransporter auf. Dieser wurde dadurch auf einen mit Gefahrgut beladenen polnischen Sattelzug geschoben. Während der Unfallverursacher mit leichten Verletzungen in ein Potsdamer Krankenhaus kam, sperrte die Polizei die Autobahn vier Stunden lang in Richtung Frankfurt (Oder). Dann konnten Spezialisten der Feuerwehr Entwarnung geben: Die nicht näher genannte gefährliche Ladung war nicht beschädigt.

Nach dem Teer kam das Gefahrgut

A2 bei Zieser, 12. Mai 2009: Auf der Autobahn A2 bei Ziesar stießen drei Lastwagen zusammen. Der Unfall habe sich unweit einer seit dem frühen Morgen gesperrten Unfallstelle ereignet, wie eine Polizeisprecherin in Brandenburg an der Havel sagte. Beteiligt waren unter anderem ein Lastwagen mit leicht entzündlichem Gefahrgut und einer, der neun Autos geladen hatte. Ein Fahrer wurde verletzt. Bereits am Morgen war ein Lastwagen mit einem Teeranhänger auf der A2 zwischen Wollin und Brandenburg an der Havel umgestürzt. Rund zehn Tonnen flüssiger Teer liefen aus. Die rund 15 Zentimeter dicke Asphaltschicht blockierte die Autobahn.

Stundenlange Sperrung

Westlicher Berliner Ring, 26. Februar 2009: Nach dem Unfall mit einem Gefahrgut-Lastwagen wurde der westliche Berliner Ring der Autobahn A 10 sieben Stunden lang gesperrt. Zwischen Leest und Potsdam-Nord gab es Einschränkungen vor allem im Berufsverkehr, aber keine langen Staus. Autofahrer nutzten die Umleitungsstrecken. Der Lkw hatte Wasserstoffperoxyd und Bremsenreiniger geladen. Die Ladung lief nicht aus, allerdings riss der Tank mit 200 Litern Diesel auf. Bei dem Unfall, in den der Laster, ein Kleintransporter und ein Auto verwickelt waren, wurde eine Frau leicht verletzt.

Die 28-Jährige hatte gegen 4:30 Uhr die Kontrolle über ihr Auto verloren, war gegen die Mittelleitplanke gepralltund blieb auf der rechten Fahrspur stehen. Dort fuhr der Lastwagen gegen das Auto und schob es auf die linke Spur. Die Frau hielt sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr in dem Wagen auf. Kurze Zeit später rammte der Kleintransporter ihren Pkw. Die Feuerwehr war im Einsatz, um den Kraftstoff aus dem Lastwagentank zu pumpen und ausgelaufenen Diesel abzubinden. Der Gesamtschaden wurde mit rund 28.000 Euro angegeben.

Fässer auf der Fahrbahn mit tödlichen Folgen

Berliner Ring, 19. Juni 2003: Ein toter Lkw-Fahrer, mindestens 35 zum Teil schwer Verletzte, stundenlange Staus und ein Bild des Grauens, das sich den Rettungs- und Einsatzkräften auf der A9 an der Unfallstelle zwischen den Anschlussstellen Brück und Beelitz bot.

Ein österreichischer Lasterfahrer war offenbar ungebremst auf den voll besetzten Reisebus eines Schweriner Busunternehmens aufgefahren. Dieser hatte in einem Stauende gestanden. Durch die Wucht des Aufpralls war der Lkw-Fahrer nach Angaben der Polizei sofort tot.

Unfall eines Gefahrguttransporters auf dem Berliner Ring an der Abfahrt Ferch Richtung Berlin. Neun Fässer, gefüllt mit Trichlorethylen, fielen auf die Fahrbahn. Ein Fass wurde beschädigt und verlor geringe Mengen des mit Luft ätzend wirkenden Trichlorethylen.

Ursache des kilometerlangen Staus auf der A9 war ein anderer Unfall, der sich Stunden zuvor auf der A10 abgespielt hatte. Dort war ein Gefahrguttransporter mit Hänger aus Bergisch-Gladbach aus bislang unbekannter Ursache am Autobahndreieck Potsdam von der Fahrbahn abgekommen, gegen die Leitplanke gestoßen und seitlich umgekippt. Das Fahrzeug war über zwei Fahrspuren zum Liegen gekommen. Von dem Hänger fielen fünf Fässer herunter, eines davon wurde beschädigt, wobei eine geringe Menge Flüssigkeit auslief. „Eine Gefahr für die Umwelt oder Personen bestand nicht“, sagte Polizeisprecher Heiko Schmidt.

A utobahn nach Lkw-Unfall mit Gefahrgut gesperrt

A9 bei Niemegk, 5. März 1998: Die A 9 Berlin - Leipzig wurde kurz nach 3 Uhr zwischen Niemegk und Klein Marzehns (Potsdam-Mittelmark) aufgrund eines Lkw-Unfalls vollständig gesperrt. Aus einem Lastwagen lief eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus. Laut Transportpapieren habe er Gefahrgut befördert. Bei dem Unfall waren drei Laster mit einem Kleintransporter zusammengestoßen.

Eine Totalsperrung der Autobahn war erforderlich. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Berufsverkehr.

Von MAZonline

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