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Brandenburg Unternehmen jubeln über gute Geschäfte
Brandenburg Unternehmen jubeln über gute Geschäfte
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16:02 05.11.2015
Die Firmen in Brandenburg haben volle Auftragsbücher. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

So positiv gestimmt war die märkische Wirtschaft selten: Mehr als jedes zweite Unternehmen in Westbrandenburg – 55 Prozent – bewertet die Geschäftslage als gut. Das geht aus der aktuellen Herbstkonjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam hervor. Nur fünf Prozent der Firmen sind mit der Situation unzufrieden. „Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Herbst 2014 und Jahresbeginn 2015 erneut eine deutliche Steigerung“, sagte IHK-Geschäftsführer Mario Tobias. Der Geschäftsklimaindex kletterte auf den Rekordstand von 127,9 Punkten. Vor allem Dienstleistungsunternehmen sind zufrieden: Mehr als 70 Prozent berichten von gleichbleibenden oder höheren Gewinnen.

Auch die Konjunktur in Südbrandenburg zeigt sich in guter Verfassung. 48 Prozent der befragten Firmen sprechen von einer guten Geschäftslage. 43 Prozent sind zufrieden. Ähnlich gut ist die Lage im Osten des Landes. Im Kammerbezirk der IHK Frankfurt (Oder) beurteilen nur acht Prozent der Befragten die Geschäfte als schlecht. „Allerdings gibt die Hälfte aller Befragten an, dass vor allem die Nachfrage nach ihren Produkten in Deutschland und der Mangel an Fachkräften ihre geschäftliche Situation bestimmen“, sagte IHK-Chef Gundolf Schülke.

„Die Zahlen belegen die solide wirtschaftliche Lage unserer Region“, sagte Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus. Ungetrübt ist die Freude der Lausitzer Unternehmer allerdings nicht: Die Prognosen dokumentieren eine wachsende Unsicherheit. „Ein Grund ist die Zukunft der Braunkohlebranche“, so Krüger. „Allein im Landkreis Spree-Neiße ist der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen dramatisch auf minus 35 Prozent abgerutscht.“ Wie es in der Lausitz mit der Kohle weitergeht, ist derzeit völlig offen. Vattenfall will seine Gruben und Kraftwerke in den nächsten Monaten verkaufen. Was ein neuer Investor damit vorhat, ist unklar. „Umso dringender ist es, die Herausforderungen des Strukturwandels in der Lausitz jetzt konkret anzupacken“, sagte Krüger.

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Vor allem das Baugewerbe brummt, es verzeichnet die beste Lage seit 25 Jahren. Viele Innenausbauer sind auf Monate hin ausgebucht. Allerdings warnt die Baubranche insgesamt davor, dass die öffentliche Hand in Zeiten guter Konjunktur und fließender Steuereinnahmen auf wichtige Investitionen verzichtet. Brandenburg dürfe nicht von der Substanz leben, warnte Rudi Wiggert von der Industriegewerkschaft Bau.

Es bringe nichts, notwendige Investitionen auf die lange Bank zu schieben. „Für Autofahrer und Radfahrer ist jedes Schlagloch, das jetzt im Herbst nicht beseitigt wird, in ein paar Monaten umso schlimmer. Wenn der Winter erst einmal vorbei ist, wird es nämlich noch größer und noch tiefer sein“, warnte er. „Von der Kita bis zur Schule, von der Brücke bis zur Bushaltestelle, vom Kanal bis zur Straße – jeden Tag bröckelt etwas weg. Es verwittert, nutzt sich ab.“

Hintergrund: Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu kommunalen Investitionen hat ergeben, dass in Brandenburg im Jahr durchschnittlich nur 267 Euro pro Kopf in die öffentliche Infrastruktur investiert wird. Im Bundesvergleich aller Landkreise und Städte liege der Schnitt im vorletzten Jahr bei gut 270 Euro. „Wer in die kommunale Infrastruktur investiert, kurbelt die heimische Konjunktur an“ sagte Wiggert. „Ein Kaputtsparen darf es nicht geben.“

Von Torsten Gellner

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