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Unternehmer in Hochstimmung:

Unternehmen in Berlin und Brandenburg Unternehmer in Hochstimmung:

In Brandenburg und Berlin wollen die Unternehmen zusätzliche Stellen schaffen und mehr investieren. Der Konsumklimaindex ist mit 135 Punkten auf den Höchstwert seit 1995. Dennoch warnen die Industrie- und Handelskammern beider Länder vor Euphorie: Die Risiken bleiben.

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Cottbuser IHK-Chef Wolfgang Krüger

Quelle: DPA

Potsdam. Die Unternehmen in Brandenburg und Berlin schauen ungeachtet weltweiter Krisen und neuer Turbulenzen an den Finanzmärkten zuversichtlich in das neue Jahr. Der Grund: In allen Branchen florieren die Geschäfte dank einer wachsenden Binnennachfrage. 59 Prozent der in beiden Ländern befragten rund 1500 Unternehmen schätzen ihre Geschäftslage als gut ein. Nur neun Prozent berichten von schlechten Geschäften, wie aus dem Konjunkturreport 2016 der vier Industrie- und Handelskammern in Berlin-Brandenburg hervorgeht.

„Die Konjunktur läuft bei uns so gut wie noch nie zuvor“, sagte am Mittwoch der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin, Jan Eder. Die gute Stimmung schlage sich auch auf den Konjunkturklimaindex für die Wirtschaft nieder, der auf einen Rekordwert von 135 Punkten kletterte – der höchste seit Beginn der Zeitreihe 1995. Die Wirtschaft der Region profitierte vom schnellen Wachstum des privaten Konsums, betonte Eder. Vor allem die fallenden Energiepreise würden dabei Kaufkraft freisetzen. Zugleich warnen die Kammern vor zu großer Euphorie. Den guten Geschäftserwartungen würden zunehmend Risiken gegenüberstehen, hob der Cottbuser IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Krüger hervor. So würde der für den Binnenkonsum günstige Verfall des Ölpreises die Finanzmärkte verunsichern. Unbehagen gebe es bei Unternehmen mit bisher guten Geschäftsbeziehungen zu Russland. Sie beklagten, dass ein Ende der EU-Sanktionen nicht in Sicht sei. Die größten Sorgen bereite die Entwicklung der Industrie, da diese besonders von der weltweiten Konjunktur abhänge.

In der Befragung, an der sich ein Viertel der Unternehmen beteiligten, gaben 45 Prozent an, ihre Investitionsausgaben erhöhen zu wollen. Fast jedes vierte Unternehmen will neue Mitarbeiter einstellen. Auch nach einer Länderfusion wurde gefragt. Während in Berlin die Zustimmung bei 60 Prozent liegt und wächst (plus 11 gegenüber 2015), nimmt sie in Brandenburg ab. 40 Prozent sind dafür (2015: 44 Prozent). In der Region insgesamt gibt es mit 53 Prozent eine Mehrheit pro Fusion.

Konjunkturklima-Index für Brandenburg und Berlin

Höchster Wert seit Beginn der Zeitreihe: Der regionale Konjunkturklimaindex liegt aktuell bei 135 Punkten. Der Index – bundesweit liegt er derzeit bei 124 Punkten – gibt Auskunft über die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen der Unternehmen. Den niedrigsten Wert gab es zuletzt 2009 (86).

Von Igor Göldner

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