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Unwetter trifft vor allem Brandenburgs Süden

Vorläufige Unwetterbilanz für Brandenburg Unwetter trifft vor allem Brandenburgs Süden

Beim Unwetter in der Nacht zu Mittwoch ist der nördliche Teil Brandenburgs relativ glimpflich davongekommen. Im Süden aber waren die Feuerwehren rund um die Uhr im Einsatz, nicht nur wegen umgestürzter Bäume. In mehreren Orten fiel der Strom aus. Und noch sind die Unwetter nicht vorüber.

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Gewitter über Brandenburg.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Gewitterfront über Brandenburg in der Nacht zu Mittwoch hat vor allem den Süden des Landes schwer getroffen. Die Feuerwehren in den südlichen Landkreisen waren im Dauereinsatz. Laut Polizei von Mittwoch früh wurde aber niemand verletzt.

Rund 150 Feuerwehreinsätze in EE, LDS, OSL und Cottbus

Der Süden des Landes war wesentlich stärker vom Unwetter betroffen als der Norden, wie die Statistik der Feuerwehreinsätze zeigt. Es gab zahlreiche umgestürzte Bäume, die teils auf Strommasten und Telefonmasten fielen. In mehreren Orten fiel die Stromversorgung aus, so in Doberlug und Granow (Spree-Neiße). Granow hatte auch am Mittwochmorgen noch keinen Strom, wie ein Feuerwehr-Sprecher der Regionalleitstelle Lausitz sagte.

So oft war die Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch im Einsatz: 75-mal in Elbe-Elster, 40-mal in Dahme-Spreewald, 19-mal in Oberspreewald-Lausitz, 44-mal in Spree-Neiße und 15-mal in Cottbus.

Auch am Mittwochmorgen liefen die Telefone noch heiß bei der zuständigen Regionalleitstelle Lausitz. Mit weiteren Schadensmeldungen ist zu rechnen.

Ein schwerer Unfall auf der A12, bei dem ein Lkw-Fahrer starb, ist offenbar ebenfalls auf das Unwetter zurückzuführen. Zum Unfallzeitpunkt soll Starkregen die Sicht erheblich behindert haben. mehr >

Rund 50 Feuerwehreinsätze in PM, TF und BB/H

Rund 50 Einsätze hatten die Feuerwehren in Brandenburg an der Havel und in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming zu bewältigen. Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume, wie eine Sprecherin der Regionalleitstelle Südwest sagte. Teilweise musste sich die Feuerwehr auch um Wasser auf Straßen und in Wohnungen kümmern.

Die Polizeimeldung vom frühen Morgen, dass in Luckenwalde (Teltow-Fläming) zeitweilig der Strom ausgefallen war, hat sich nicht bestätigt. Lediglich die Handynetze sollen betroffen gewesen sein.

Das Gewitter hatte auch eine positive Folge: Der am Dienstagnachmittag wieder aufgeflammte Brand auf der Militärbrache „Altes Lager“ bei Jüterbog (Teltow-Fläming) wurde am Abend vom Regen gelöscht.

Wenige Feuerwehreinsätze in PR, OPR und HVL

Im Norden und Westen Brandenburgs hat es nur vereinzelte Einsätze wegen umgestürzter Bäume oder wegen Bäumen, die zu stürzen drohten, gegeben, sagte eine Sprecherin der Regionalleitstelle Nordwest in Potsdam.

Vermutlich ein Blitzschlag hat aber einen Brand in der Prignitz ausgelöst. Betroffen war ein Wald zwischen Karstädt und Pröttlin.

In Ostprignitz-Ruppin ist die Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch dreimal, in der Prignitz , im Havelland und in Potsdam jeweils zweimal ausgerückt. Einer der Hilferufe aus Potsdam hatte sich als Fehlalarm erwiesen.

Eine ganz normale Nacht in OHV, UM und BAR

Der Nordosten des Landes wurde von dem Unwetter nur gestreift, so dass es für die Feuerwehren in den Landkreisen Oberhavel, Uckermark und Barnim eine ganz normale Nacht war ohne besondere wetterbedingte Einsätze. Vorsorglich hatte die Regionalleitstelle Nordost das Personal aber aufgestockt, wie ein Sprecher am Mittwochmorgen sagte.

Rund 40 Einsätze in LOS, MOL und Frankfurt (Oder)

Ostbrandenburg ist genau wie der Norden relativ glimpflich davongekommen. Es gab 40 Feuerwehreinsätze in der Nacht, das sei zurzeit normal, sagte ein Sprecher der Leitstelle Oderland. 5-mal musste die Feuerwehr wegen Bränden ausrücken. In einem Fall hatte ein Blitz einen Dachstuhl im Spreewald-Ort Briesen in Brand gesetzt.

Berlin hatte Glück

In Berlin registrierte die Feuerwehr nur rund zehn witterungsbedingte Einsätze. Die Abfertigung am Flughafen Schönefeld musste aber für eine halbe Stunde unterbrochen werden.

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Weitere Gewitter am Mittwoch

Für heute sagt der Deutsche Wetterdienst viele Wolken und vereinzelt Regen voraus. Im Tagesverlauf bildet sich vermehrt Quellbewölkung, die vor allem in den nördlichen Landesteilen einzelne, teils gewittrige Schauer bringen kann. Bei zeitweiligem Sonnenschein liegen die Höchstwerte zwischen 21 Grad in der Prignitz und 25 Grad in der Niederlausitz, in Potsdam bei 24 Grad. Der Wind weht zeitweise mäßig bis frisch und stark böig aus Südwest bis West. In Schauernähe sind einzelne stürmische Böen möglich.

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In der Nacht zum Donnerstag sind bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer möglich. Die Tiefstwerte liegen zwischen 15 und 12 Grad, in Berlin bei 14 Grad. Der Wind weht mäßig und noch gebietsweise böig aus Südwest bis West.

Von MAZonline

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