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Urteil im Drogen-Bauer-Prozess verschoben

Bad Belzig Urteil im Drogen-Bauer-Prozess verschoben

Er soll kiloweise Drogen auf seinem Bauernhof gelagert haben. Seit Mitte August steht der Landwirt Rien V. deswegen in Potsdam vor Gericht. Ein für heute geplantes Urteil ist noch nicht gesprochen worden. Die Fahnder waren einst nur per Zufall auf das Drogenlager gestoßen. Rien V. gilt in seinem Ort als nett und hilfsbereit.

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Auf diesem Hof sind die Drogen gefunden worden

Quelle: Wachs

Potsdam. Im Drogenprozess gegen einen Milchbauern aus Werbig bei Bad Belzig ist die geplante Urteilsverkündung verschoben worden. Das Landgericht Potsdam setzte am Montag einen weiteren Verhandlungstermin für den Donnerstag kommenden Woche (9 Uhr) fest, da noch weitere Zeugen und Sachverständige gehört werden sollen. Der Mitte August begonnene Prozess sollte ursprünglich am heutigen Montag beendet werden.

– Brandenburgs spektakulärste Drogenfunde: Eine Übersicht

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 60-Jährigen Einfuhr und Handel mit Betäubungsmitteln vor. Auf dem Hof des gebürtigen Niederländers hatte der Zoll im Februar mehr als 100 Kilogramm Drogen im Wert von etwa einer Million Euro beschlagnahmt.

Auf den Drogenfund waren die Ermittler per Zufall gestoßen. Nach dem Tipp eines ehemaligen Mitarbeiters des Landwirts hatte der Zoll auf dem Hof nach unverzollten Zigaretten gefahndet. Der Verdacht bestätigte sich. Darüber hinaus hatte der Bauer bei zwölf Fahrten Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht.

Bauer galt als hilfsbereit und unbescholten im Ort

Im Dorf selbst gilt der Holländer bislang als normaler Geschäftsmann und Nachbar. „Er ist nett und hilfsbereit“, sagt eine Nachbarin. Sie ist Köchin im Gasthaus „Zur Erholung“. Dort kehrte der Holländer Rien V., den sie ansonsten nicht näher kenne, ab und an zum Mittag ein. „Wann immer wir im Dorf was haben und Hilfe brauchen, ist er zur Stelle und hilft mit Technik aus“, sagt Ortsvorsteherin Kerstin Zurek der MAZ. So auch regelmäßig beim Osterfeuer. Ansonsten bringe sich der Landwirt eher selten direkt ins Dorfleben ein.

In den Fläming gezogen war der Holländer im Jahr 2003, gründete sein Unternehmen in Werbig und investierte stetig in dessen Ausbau. Großflächige Solarkollektoren auf den Stalldächern und eine Biogasanlage gehören heute dazu. Von anfangs 160 Kühen wuchs die Milchviehanlage stetig. 2011 standen mehr als 400 Tiere in den Ställen. Zum Landwirtschaftbetrieb gehören ein rund sieben Hektar großes Stallgelände und etwa 700 Hektar Ackerfläche. Der Betrieb beschäftigte im Jahr 2011 am Standort in Werbig zwölf Mitarbeiter.

Von dpa und MAZonline

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