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Uwe Düdder ist von Anfang an dabei

Potsdamer Filmmuseum feiert 35. Geburtstag Uwe Düdder ist von Anfang an dabei

Am 9. April 1981 wurde in Potsdam das „Filmmuseum der DDR“ eröffnet. Seither wurden die Ausstellungen vielfach verändert und das Haus komplett umgebaut. Uwe Düdder (60) war von Anfang an dabei. Er wünscht sich, dass das Filmmuseum „weitere 35 Jahre existiert.“

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Uwe Düdder in seinem Vorführraum.

Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Am liebsten sind Uwe Düdder (60) jene Filme, die mit Untertiteln über die Leinwand im Kinosaal des Filmmuseums an der Breiten Straße laufen – „denn da ich kann ich mitlesen“. Sonst bleibt dem Techniker der Filmgenuss oft verwehrt, zu laut düst die Entlüftungsanlage im Vorführraum. Und oft hat der gebürtige Potsdamer auch gar keine Zeit und Muße, sich um die Spielhandlung zu kümmern.

Wenn am morgigen Sonnabend das Filmmuseum seinen 35. Geburtstag feiert, dann ist das auch Düdders Jubiläum. Der Techniker und Filmvorführer ist der dienstälteste Mitarbeiter in Deutschlands dienstältestem Filmmuseum. „Angefangen habe ich sogar noch früher – nämlich am 5. Mai 1980 als Restaurierungsgehilfe“ in dem im Aufbau befindlichen Museum im Potsdamer Marstall. Dort frönte Düdder fortan seinen Leidenschaften für Technik und Filme. Stars interessieren ihn übrigens nicht.

Das bequemste Kino Potsdams

Am 9. April 1981 wurde das „Filmmuseum der DDR“ mit einem modernen Kino (Düdder: „das bequemste in Potsdam“) und einer Ausstellung filmtechnischer Geräte eröffnet. „So mancher Papa stand damals vor den historischen Projektoren und erklärte seinem Nachwuchs, was für tolle Kameras das seien. Also boten wir kleine Führungen an, um solche Verwechslungen zu vermeiden“, erzählt der gelernte RFT-Techniker augenzwinkernd.

Düdder zog es früh zum Film. Als Jugendlicher verdingte er sich als Kleindarsteller bei der Defa, um sich ein Moped leisten zu können. Für eine Rolle – und 50 Mark „Schmerzensgeld“ – trennte er sich sogar von seiner langen Haarpracht – für einen Igelschnitt, den er heute noch trägt, wenn auch ergraut.

Mit dem ersten Umbau des Filmmuseums nach der Wende, kam die Welte-Kinoorgel in den Saal, mit der Geräuschkulissen entstehen. „Damit konnten wir die Vorführungen von Stummfilmen deutlich aufwerten“, freut sich Düdder.

Die Technik entwickelt sich rasant weiter

Über die Jahre veränderten sich die technischen Entwicklungen immer rasanter und radikaler – von 16- und 35-mm-Filmen zu digitalen Produkten. Der Techniker des Museums (er blieb als einziger aus einem Sechser-Techniker-Team übrig) muss deshalb immer auf dem laufenden „und neugierig“ bleiben.

Seit 1991 untersteht das Filmmuseum dem Land und ist seit 2011 Institut der Filmuniversität „Konrad Wolf“. Einen großen Wunsch zum Geburtstag des Hauses, der am Samstag groß gefeiert wird, hat Düdder: „Möge das Filmmuseum weitere 35 Jahre existieren. Mindestens.“

Von Ricarda Nowak

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