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Brandenburg Sparkasse kündigt Prämiensparer – Verbraucherzentrale klagt
Brandenburg Sparkasse kündigt Prämiensparer – Verbraucherzentrale klagt
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17:40 25.03.2019
Prämiensparverträge sind für Sparkassen teuer geworden. Quelle: dpa
Potsdam

Die Brandenburger Verbraucherzentrale (VZB) hat Klage gegen die Sparkasse Märkisch-Oderland eingereicht. Sie hält die Kündigung von Prämiensparverträge, die Sparern in Ostbrandenburg ins Haus flatterten, für unrecht. Denn vertraglich hätten sie eine Laufzeit von 99 Jahren.

Die Sparkasse will die Sparverträge loswerden, weil sie teuer geworden sind. Die Bank beruft sich auf eine im Vertrag festgehaltene dreimonatige Kündigungsfrist. „Die Kündigungsklausel nennt nicht eindeutig ein Kündigungsrecht der Sparkasse. Nach unserer Rechtsansicht ist die Klausel deshalb unzureichend formuliert und unwirksam“, sagte Erk Schaarschmidt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale.

Gericht soll Kündigungsklausel prüfen

Die Klausel soll nun gerichtlich geprüft werden. Die VZB hatte die Sparkasse im vergangenen Jahr bereits abgemahnt. Von Kündigungen ihrer Prämiensparverträge durch die Sparkasse Märkisch-Oderland sind laut VZB mindestens 3.000 Brandenburger betroffen.

Rund 50.000 Brandenburger könnten solche Prämiensparverträge abgeschlossen haben, die in Zeiten ansonsten niedriger Zinsen aus Sparersicht äußerst lukrativ, aus Sicht der Banken aber inzwischen sehr teuer geworden sind. Die Verbraucherschützer befürchten, dass auch andere Sparkassen die Sparverträge loswerden wollen.

Von Torsten Gellner

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