Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Verdächtiger saß bis kürzlich in der Psychiatrie

Tödliche Attacke in U-Bahn-Station Verdächtiger saß bis kürzlich in der Psychiatrie

Die 20-jährige Berlinerin, die Dienstag vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen und getötet wurde, ist am Freitag unter großer Anteilnahme beerdigt worden. Jetzt ist herausgekommen, dass der Mann, der die Schülerin vor die Bahn gestoßen haben soll, erst wenige Tage vorher aus der Psychiatrie entlassen worden ist.

Voriger Artikel
Peter Joseph Lenné – Gärtner der Könige
Nächster Artikel
Das müssen Sie bei IBAN-Umstellung beachten


Quelle: dpa

Berlin. Der 28-Jährige aus Hamburg, der eine junge Frau in Berlin vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen haben soll, war bis Ende vergangenen Jahres in einer psychiatrischen Einrichtung. Dort sei er auf Antrag seines Betreuers untergebracht gewesen, sagte der Hamburger Gerichtssprecher Kai Wantzen am Samstag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Mutmaßlicher Täter soll schizophren sein

Der Verdächtige soll die ihm unbekannte 20-Jährige am Dienstag ohne vorherigen Streit vor den Zug gestoßen haben. Die junge Frau wurde überrollt und getötet. Der Mann kam in eine psychiatrische Klinik. Laut Staatsanwaltschaft soll er an einer schizophrenen Erkrankung leiden.

Wantzen erklärte, dem Betreuungsgericht sei nicht bekannt gewesen, dass der Mann möglicherweise eine Gefahr für andere Menschen sein könne. „Der Unterbringungsgrund war immer Eigengefährdung.“

28-Jähriger ist bereits seit Jahren betreut worden

Allerdings habe es in der Vergangenheit einen Antrag nach dem Gesetz für psychisch Kranke gegeben, der sich auch auf eine mögliche Fremdgefährdung gestützt habe. Eine Unterbringung aus diesem Grund sei aber nicht erfolgt. Der 28-Jährige habe seit Jahren unter Betreuung gestanden: „Aber wenn jemand unter Betreuung steht, heißt das noch lange nicht, dass er gefährlich ist.“

Der Tod der jungen Frau hat bundesweit für Bestürzung gesorgt. Die Mutter und die Schwester der Toten schrieben einen bewegenden Abschiedsbrief, der an der Unglücksstelle zu sehen war.

Der bewegende Abschiedsbrief von Mutter und Schwester

Der bewegende Abschiedsbrief von Mutter und Schwester.

Quelle: dpa

In der U-Bahn-Station haben außerdem viele Passanten Blumen niedergelegt oder Kerzen angezündet.

Die 20-jährige Berlinerin ist Freitag beerdigt worden. Mehr als 100 Menschen nahmen von der Schülerin auf einem Friedhof in Schöneberg Abschied.

Von dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg