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Brandenburg Verdächtiger saß bis kürzlich in der Psychiatrie
Brandenburg Verdächtiger saß bis kürzlich in der Psychiatrie
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17:26 23.01.2016
Quelle: dpa
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Berlin

Der 28-Jährige aus Hamburg, der eine junge Frau in Berlin vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen haben soll, war bis Ende vergangenen Jahres in einer psychiatrischen Einrichtung. Dort sei er auf Antrag seines Betreuers untergebracht gewesen, sagte der Hamburger Gerichtssprecher Kai Wantzen am Samstag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Mutmaßlicher Täter soll schizophren sein

Der Verdächtige soll die ihm unbekannte 20-Jährige am Dienstag ohne vorherigen Streit vor den Zug gestoßen haben. Die junge Frau wurde überrollt und getötet. Der Mann kam in eine psychiatrische Klinik. Laut Staatsanwaltschaft soll er an einer schizophrenen Erkrankung leiden.

Wantzen erklärte, dem Betreuungsgericht sei nicht bekannt gewesen, dass der Mann möglicherweise eine Gefahr für andere Menschen sein könne. „Der Unterbringungsgrund war immer Eigengefährdung.“

28-Jähriger ist bereits seit Jahren betreut worden

Allerdings habe es in der Vergangenheit einen Antrag nach dem Gesetz für psychisch Kranke gegeben, der sich auch auf eine mögliche Fremdgefährdung gestützt habe. Eine Unterbringung aus diesem Grund sei aber nicht erfolgt. Der 28-Jährige habe seit Jahren unter Betreuung gestanden: „Aber wenn jemand unter Betreuung steht, heißt das noch lange nicht, dass er gefährlich ist.“

Der Tod der jungen Frau hat bundesweit für Bestürzung gesorgt. Die Mutter und die Schwester der Toten schrieben einen bewegenden Abschiedsbrief, der an der Unglücksstelle zu sehen war.

Der bewegende Abschiedsbrief von Mutter und Schwester. Quelle: dpa

In der U-Bahn-Station haben außerdem viele Passanten Blumen niedergelegt oder Kerzen angezündet.

Quelle: dpa

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Von dpa

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