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Brandenburg Vermisste Kinder kehren oft wieder zurück
Brandenburg Vermisste Kinder kehren oft wieder zurück
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20:04 22.05.2015
Quelle: dpa
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Brandenburg

In Brandenburg werden aktuell knapp 75 Kinder und Jugendliche vermisst. Meist seien es sogenannte Dauerausreißer, sagte der stellvertretende Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Dietmar Keck, am Freitag auf Anfrage. In Brandenburg wurde nach den Angaben in diesem Jahr bislang kein Kind oder Jugendlicher Opfer einer Straftat.

Die Vermissten stammen nach den Angaben meist aus sozialen Einrichtungen, aus denen sie auf eigene Faust geflüchtet waren. Die Gründe sind ganz unterschiedlich: Meist ist es aber Abenteuerlust.

Bundesweit werden jedes Jahr 100000 Kinder vermisst

Am kommenden Montag wird in Deutschland und vielen anderen Ländern der Tag der vermissten Kinder begangen. Er wurde 1983 auf Initiative des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan ins Leben gerufen. Damit sollte eines sechs Jahre alten Jungen gedacht werden, der am 25. Mai 1979 in New York verschwunden war.

Nach Angaben der Initiative „Vermisste Kinder werden bundesweit jedes Jahr rund 100 000 Kinder als vermisst gemeldet. In 99 Prozent der Fälle tauchen sie wieder auf.

Wenige bleiben dauerhaft verschwunden

Nach Aufnahme der Anzeige werde bei der Polizei ein Bündel von Maßnahmen in Gang gesetzt, sagte Keck. Mit Fährtenhunden und auch mit Wärmebildkameras aus dem Hubschrauber werde nach den Vermissten gesucht. Auch Bereitschaftspolizisten oder Feuerwehrleute seien im Einsatz. Wichtige Erkenntnisse lieferten Familienmitglieder, sagte er.

„Nur die wenigsten Kinder und Jugendlichen bleiben dauerhaft verschwunden“, sagte Keck. Der älteste, derzeit noch offene Fall stamme aus dem Jahre 1975. Seitdem werde ein damals Zwölfjähriger aus Schönow vermisst. Bislang ergebnislos sei auch die Suche nach einer damals 18-Jährigen aus Lübbenau verlaufen. Seit 1991 fehle von ihr jede Spur.

dpa/MAZonline

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