Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Vermummte zerstören 20 Autos in Neukölln
Brandenburg Vermummte zerstören 20 Autos in Neukölln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:23 07.02.2016
In der Nacht zu Samstag sind in Kreuzberg 28 Autos demoliert worden. Eine Nacht später kam es erneut zu Krawallen, dieses Mal in Neukölln. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Dutzende Randalierer haben in Berlin-Neukölln 20 Autos demoliert. Auch auf einen Polizeiwagen flogen Steine. „Zeugen beobachteten etwa 50 bis 100 Täter“, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Sie hatten sich mit Schals, Skimützen und Kapuzenpullis vermummt. Als die Polizei am Samstagabend mit Blaulicht vorfuhr, waren die Randalierer verschwunden. „Es gab keine Verletzten und auch keine Festnahmen“, sagte der Sprecher weiter. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt.

In der Nacht zuvor sind bereits Autos zerstört worden

Bereits in der Nacht zum Samstag hatten 20 bis 40 Maskierte auf Fahrrädern am Kreuzberger Gleisdreieck-Park randaliert und 28 Autos beschädigt. Zu dieser Tat haben sich auf der Internetplattform „Indymedia“ Linksextremisten bekannt. Sie hätten „Luxuskarren entglast und warm verschrottet“ heißt es da. Die Polizei hält das Bekennerschreiben für nicht authentisch, es gebe nur Medienwissen weiter. Das Schreiben richtet sich explizit gegen die Politik des SPD-Innenpolitiker Tom Schreiber. Man fühle sich verpflichtet, „die Stimmung anzuheizen, damit der Volksgenosse Tom Schreiber was zum Hetzen hat.“

Am Samstag haben in Berlin rund 4000 Menschen aus der linken Szene demonstriert. Die Kundgebung verlief laut Polizei verhältnismäßig friedlich. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Demo, die sich gegen Polizeiaktionen richtete, und den Krawall-Nächten gibt, ließ die Polizei offen.

Innensenator verurteilt Krawalle als Terroraktionen

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat die Randale vermummter Gewalttäter in Kreuzberg und Neukölln als „Terroraktionen“ scharf verurteilt. „Die erschreckenden Bilder aus der Flottwellstraße zeigen deutlich, dass es linken Chaoten nur um Zerstörung geht und sie vor dem Eigentum ihrer Mitbürger keinen Respekt haben“, teilte er am Sonntag mit. „Nichts und niemand kann solche Taten als politischen Protest rechtfertigen.“

Die Polizei ermittle auf Hochtouren, um die Täter zu ergreifen, unterstrich der CDU-Politiker. „Wir werden dem linken Mob nicht die Straßen überlassen. Solche extremistischen Taten sind Gift für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Von MAZonline

Bei der U-Bahn ist es schon normal, jetzt erreicht es auch die S-Bahn-Höfe: Kameras und Bildschirme statt Aufsichtspersonal: Seit Jahren zieht die S-Bahn Mitarbeiter von den Plattformen ab. Nun sind die letzten Stationen dran. Neue Systeme sollen die Sicherheit trotzdem gewährleisten.

In Berlin-Friedrichshain haben am Samstag 3000 Menschen gegen – ihrer Meinung nach – unverhältnismäßige Polizei-Aktionen. Die Demonstranten kommen aus der linken Szene. Die Polizei ist mit rund 1000 Beamten im Einsatz. Ursprünglich war mit weit weniger Teilnehmern gerechnet worden. Die Zahl wuchs am Nachmittag rasch an.

06.02.2016
Brandenburg 1. Februar bis 6. Februar 2016 - Das war die Woche in Brandenburg

Die erste Februar-Woche war voll unterschiedlicher Nachrichten. Mehrere tödliche Unfälle schockierten die Menschen. Zum Beispiel der Tod eines 4-Jährigen im Kreis Teltow-Fläming. Wir blicken auf eine Woche zurück, in der unter anderem auch ein SEK-Einsatz für Schlagzeilen und Twitter-Tweets sorgte.

06.02.2016
Anzeige