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Verteidiger: „Der Falsche auf der Anklagebank“

Angeklagter bestreitet tödliche Messerattacke Verteidiger: „Der Falsche auf der Anklagebank“

Wegen eines Geldbeutels musste eine Rentnerin aus Senftenberg sterben. Ein Räuber hatte sie in ihrer Wohnung gefesselt – und dann die Tat vertuschen wollen. Nun hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Doch der bestreitet bereits beim Auftakt die tödliche Messerattacke.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Cottbus. Um den Raub eines Geldbeutels zu vertuschen soll ein 30-Jähriger eine Rentnerin in Südbrandenburg ermordet haben. Der Angeklagte bestritt zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Cottbus jedoch die Tatvorwürfe. Sein Verteidiger sagte am Donnerstag: „Wir weisen die Anklage zurück. Es sitzt der Falsche auf der Anklagebank.“ Die Staatsanwaltschaft ist hingegen überzeugt, dass der Südbrandenburger die 70-Jährige in ihrer Wohnung mit einem Kabelbinder fesselte, ihren Geldbeutel sowie persönliche Dokumente raubte und mit einem Messer auf sie einstach, um den Überfall zu verschleiern. Die Frau starb an ihren Verletzungen am Hals.

Die Tat geschah Anfang Januar in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz). Laut Anklage ging der 30-Jährige, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt und aus Lauchhammer im selben Landkreis stammt, mit der Absicht zur Wohnung, Geld oder wertvolle Gegenstände zu stehlen. Der Staatsanwalt sagte am Rande des Prozesses, dass die 70-Jährige den Angeklagten gekannt haben soll und ihm die Tür geöffnet habe. Geraubt habe der Mann neben dem Geldbeutel auch eine Krankenkassenkarte, einen Personalausweis sowie eine Bankkarte.

Als die Leiche der Rentnerin im Januar gefunden wurde, gingen die Ermittler sofort von einem Kapitalverbrechen aus. Nach Monaten kam es zur Festnahme des Angeklagten im nahe gelegenen Schwarzheide. Damals hatte der 30-Jährige zu den Vorwürfen geschwiegen. Auch am ersten Verhandlungstag des Mordprozesses sagte der Angeklagte selbst nichts. Sein Anwalt erklärte, dass der 30-Jährige sich gegebenenfalls im Verlauf des Prozesses zu den Anklagepunkten äußern werde.

Die Tochter des Opfers ist Nebenklägerin. Das Landgericht geht von einer längeren Verhandlung aus. Es sind Termine bis März 2016 geplant.

Von MAZonline und dpa

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