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Brandenburg Lebenslänglich: Verteidigung legt Revision ein
Brandenburg Lebenslänglich: Verteidigung legt Revision ein
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07:09 28.02.2018
Jan G. am Tag des Prozessauftaktes am 17. Oktober 2017: In Müllrose hatte er seine Großmutter ermordet und auf der Flucht zwei Polizisten überfahren, die dabei ums Leben gekommen sind. Quelle: Olaf Wagner
Frankfurt (Oder)

Nach der Verurteilung eines 25-Jährigen zu lebenslanger Haft wegen der Ermordung seiner Großmutter und zweier Polizisten hat die Verteidigung Revision eingelegt. Dies teilte das Landgericht in Frankfurt (Oder) am Mittwoch mit. Die Kammer hatte am 2. Februar auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Über das Urteil muss jetzt der Bundesgerichtshof befinden.

In Müllrose (Oder-Spree) ereignet sich am 28. Februar 2017 ein schreckliches Verbrechen. Dort ersticht der 24-jährige Jan G. zunächst seine Großmutter. Dann flieht er und überfährt auf der Flucht zwei Polizisten an einer Straßensperre in Beeskow, Ortsteil Oegeln.

Eine Begründung der Revision können die Anwälte binnen eines Monats einreichen. Im Prozess hatte die Verteidigung argumentiert, die beiden Polizisten seien auf der Flucht nicht vorsätzlich getötet worden. Auch der Drogeneinfluss wurde anders bewertet. Die Anwälte hatten deshalb zwölf Jahre Haft gefordert. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

Der Fall hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst. Laut Urteil hatte der 25-Jährige zunächst seine Großmutter an ihrem 79. Geburtstag im gemeinsamen Wohnhaus in Müllrose (Oder-Spree) nach massiven Schlägen erstochen. Auf der anschließenden Flucht vor der Polizei überfuhr er dann zwei Beamte an einer Bundesstraße bei Beeskow mit überhöhter Geschwindigkeit. Die Polizisten waren sofort tot.

Chronologie: Was vor dem Dreifachmord geschah

Wie steigerte sich der psychisch kranke Jan G. in einen Wahn, der drei Menschen das Leben kostet? Was ist in den Wochen und Monaten vor den Morden an seiner Großmutter und zwei Polizisten passiert? Eine erschreckende Chronologie.

Von MAZonline/dpa

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