Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° bedeckt

Navigation:
Verwarnung und Geldstrafe nach Horror-Unfall

Urteil im Sandsturm-Prozess Verwarnung und Geldstrafe nach Horror-Unfall

80 Fahrzeuge krachten im Frühjahr 2011 ineinander. Acht Menschen starben, rund 130 wurden verletzt. Eine 53-jährige Brandenburgerin stand deswegen vor Gericht. Ihr wurde fahrlässige Tötung vorgeworfen. Sie soll in die Wolke hineingefahren sein, ohne das Tempo angepasst zu haben. Jetzt wurde das Urteil gesprochen.

Voriger Artikel
Unwetter trifft vor allem Brandenburgs Süden
Nächster Artikel
Tschüss, du Spinner!

schockierende Bilder im April 2011.

Quelle: dpa

Potsdam. Im Prozess um die Massenkarambolage im Sandsturm auf der A 19 südlich von Rostock hat das Amtsgericht Rostock eine 54-jährige Autofahrerin verwarnt. Eine Geldstrafe in Höhe von 9000 Euro wurde am Mittwoch zur Bewährung ausgesetzt.

Die Angeklagte am Tag der Urteilsverkündung  im Amtsgericht Rostock

Die Angeklagte am Tag der Urteilsverkündung im Amtsgericht Rostock.

Quelle: dpad

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Brandenburgerin am 8. April 2011 mit zu hoher Geschwindigkeit in den Sandsturm gefahren war und ein Auto gerammt hatte. Sie habe dadurch den Tod eines Ehepaars mitverursacht und sich der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht.

Das Gericht schloss sich der Auffassung der Gutachtern an, wonach die riesige Wolke aus mindestens 650 Metern Entfernung vor der Unfallstelle zu sehen war. Die Autofahrerin hätte entsprechend reagieren müssen.

Plötzlich eine weiße Wand

Zeugen hatten die Aussagen der Angeklagten gestützt, wonach die Sandwolke ganz plötzlich aufgetreten sein soll.

Im Februar hatte ein 74-jähriger Zeuge ausgesagt, dass sich plötzlich sich eine weiße Wand aufgetan habe, er habe nicht einen Meter weit schauen können. Der aus Sandersdorf (Sachsen-Anhalt), dessen Frau bei dem Unfall im April 2011 tödlich verunglückt war bestätigte wie eine 44-jährige Berlinerin die Aussage der 53-jährigen Angeklagten aus Brandenburg, der fahrlässige Tötung vorgeworfen wird. Sie soll in die Sandwolke gefahren sein, ohne das Tempo angepasst zu haben. Sie hat dies in der Anhörung bestritten. Die Anklage geht davon aus, dass die Wolke aus rund 650 Metern zu sehen war.

An dem Unfall waren mehr als 80 Fahrzeuge beteiligt. Acht Menschen starben, rund 130 wurden verletzt.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg