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Brandenburg Verwarnung und Geldstrafe nach Horror-Unfall
Brandenburg Verwarnung und Geldstrafe nach Horror-Unfall
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11:23 08.07.2015
schockierende Bilder im April 2011. Quelle: dpa
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Potsdam

Im Prozess um die Massenkarambolage im Sandsturm auf der A 19 südlich von Rostock hat das Amtsgericht Rostock eine 54-jährige Autofahrerin verwarnt. Eine Geldstrafe in Höhe von 9000 Euro wurde am Mittwoch zur Bewährung ausgesetzt.

Die Angeklagte am Tag der Urteilsverkündung im Amtsgericht Rostock. Quelle: dpad

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Brandenburgerin am 8. April 2011 mit zu hoher Geschwindigkeit in den Sandsturm gefahren war und ein Auto gerammt hatte. Sie habe dadurch den Tod eines Ehepaars mitverursacht und sich der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht.

Das Gericht schloss sich der Auffassung der Gutachtern an, wonach die riesige Wolke aus mindestens 650 Metern Entfernung vor der Unfallstelle zu sehen war. Die Autofahrerin hätte entsprechend reagieren müssen.

Plötzlich eine weiße Wand

Zeugen hatten die Aussagen der Angeklagten gestützt, wonach die Sandwolke ganz plötzlich aufgetreten sein soll.

Im Februar hatte ein 74-jähriger Zeuge ausgesagt, dass sich plötzlich sich eine weiße Wand aufgetan habe, er habe nicht einen Meter weit schauen können. Der aus Sandersdorf (Sachsen-Anhalt), dessen Frau bei dem Unfall im April 2011 tödlich verunglückt war bestätigte wie eine 44-jährige Berlinerin die Aussage der 53-jährigen Angeklagten aus Brandenburg, der fahrlässige Tötung vorgeworfen wird. Sie soll in die Sandwolke gefahren sein, ohne das Tempo angepasst zu haben. Sie hat dies in der Anhörung bestritten. Die Anklage geht davon aus, dass die Wolke aus rund 650 Metern zu sehen war.

An dem Unfall waren mehr als 80 Fahrzeuge beteiligt. Acht Menschen starben, rund 130 wurden verletzt.

Von MAZonline

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