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Viel Geld für Speicher-Projekte in Brandenburg

Energie und Fördermittel Viel Geld für Speicher-Projekte in Brandenburg

Brandenburg legt eine neue Förderrichtlinie auf, die die Energieeffizienz von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen verbessern soll. Das Programm, das früher nur 25 Millionen Euro umfasste, wurde auf enorm erhöht. Es gilt bis zum Jahr 2020. Gefördert werden zum Beispiel Investitionen, mit denen technische Abläufe optimiert werden.

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Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber

Quelle: DPA

Potsdam. Brandenburg setzt neue Prioritäten in der Energie-Förderpolitik: Künftig können heimische Unternehmen, die in Projekte zur Speicherung von Erneuerbaren Energien investieren, eine gesonderte Förderung erhalten. Rund 50 Millionen Euro stehen dafür bis zum Jahr 2020 zur Verfügung.

Die Summe ist Teil eines neu aufgelegten 115 Millionen Euro umfassenden Förderprogramms zur Rationellen Energienutzung (RENplus), das Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (SPD) am Montag präsentierte. Geeignete Speichertechnologien, die es bisher nicht ausreichend gibt, gelten als Schlüssel zum Gelingen der Energiewende. Denkbar ist beispielsweise die Förderung von Speichern zur Elektromobilität mit entsprechenden Ladestationen, so der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank des Landes Brandenburg, Tillmann Stenger.

92 Millionen Euro der Summe stammen aus dem Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und 23 Millionen Euro steuert das Land bei. Es wurde kräftig aufgestockt: Bisher lag das Budget für RENplus in der Förderperiode von 2007 bis 2013 bei 25 Millionen Euro.

Die neue Richtlinie mit den 50 Millionen Euro für Speicher-Projekte muss von der EU noch notifiziert werden, womit die Landesregierung bis Herbst 2016 fest rechnet. Das Programm insgesamt richtet sich neben Unternehmen vor allem an Kommunen, Landkreise, Genossenschaften und Planungsgemeinschaften. Ziel ist der Verbrauch von weniger Energie, beispielsweise an öffentlichen Gebäuden. Da gebe es noch enorme Potenziale, die oft finanzschwachen Kreise und Kommunen nicht ohne Unterstützung nutzen können, sagte Gerber.

Pro Vorhaben steht ein Höchstbetrag von drei Millionen Euro zur Verfügung. Bis zu 80 Prozent der Summe kann gefördert werden. Neu ist eine Beratungspflicht bei einigen Projekten vor Antragstellung. Damit soll eine hohe Ablehnungsquote von Anträgen möglichst verhindert werden, die es in der Vergangenheit immer wieder einmal gab. Die fachliche Beratung erfolgt durch die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) und sei, wie Geschäftsführer Sebastian Saule betonte, kostenlos. Förderanträge können bei der Investitionsbank des Landes auch online (www.ilb.de) gestellt werden.

In den Genuss von Fördermitteln kamen bisher unter anderem die Gemeinde Feldheim (Potsdam-Mittelmark), wo es den größten Batteriespeicher Europas gibt sowie die Waldschule Breese in Bad Wilsnack (Prignitz) für eine neue Lüftungsanlage für Klassenräume. Damit konnten pro Jahr 50 Megawattstunden Wärmeenergie eingespart. Das entspricht dem Jahresverbrauch von acht neuen Einfamilienhäusern.

Von Igor Göldner

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