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Vogelgrippe breitet sich weiter aus

Geflügelpest in Brandenburg Vogelgrippe breitet sich weiter aus

In Werder (Havel) ist eine weitere tote Möwe gefunden, die den gefährlichen Geflügelpesterreger H5N8 in sich trug. Der bereits eingerichtete Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet wurde sofort ausgeweitet. Derweil ist im Landkreis Oberhavel ein Fall einer niedrigpathogenen Influenzavariante festgestellt worden.

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Quelle: dpa

Potsdam.  In Werder (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist bei einem weiteren verendeten Wildvogel (Möwe) der Geflügelpesterreger H5N8 nachgewiesen worden. Der bereits eingerichtete Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet werden ab sofort ausgeweitet. Der erste Fall wurde am 25. November gemeldet.

In diesen Gebieten gelten Beschränkungen für Geflügelhaltungen. Geflügel darf für die Dauer von 21 Tagen im Sperrbezirk und 15 Tagen im Beobachtungsgebiet nicht verbracht werden. Gewerbsmäßige Geflügelbestände im Sperrbezirk werden regelmäßig klinisch untersucht. Falls notwendig werden auch Proben für weitergehende Laboruntersuchungen entnommen. Die genauen Grenzen der genannten Restriktionsgebiete werden durch das zuständige Veterinäramt festgelegt. Die betroffenen Geflügelhalter werden über die erforderlichen Maßnahmen informiert.

Hunde an die Leine

Im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet haben Halter von Hunden und Katzen sicherzustellen, dass diese nicht frei herumlaufen. In den ausgewiesenen Restriktionsgebieten ist darüber hinaus die Jagd auf Federwild verboten.

Für alle Geflügelhaltungen gelten auf Grund einer Eilverordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft besondere Biosicherheitsmaßnahmen. So müssen neben gewerblichen Geflügelhaltern auch Hobbyhalter sicherstellen, dass

• die Ein- und Ausgänge zu den Ställen gegen unbefugten Zutritt gesichert sind,

• die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutz- oder Einwegkleidung betreten werden. Die verwendete Schutzkleidung ist nach Verlassen des Stalls unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren oder unschädlich zu beseitigen.

• eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten wird.

Die Bürgerinnen und Bürger werden weiterhin gebeten, vermehrte Totfunde von Wildvögeln den jeweils zuständigen Veterinärämtern zu melden.

Sperrkreis bzw. Beobachtungsgebiet um Werder (Havel) herum

» Der genaue Grenzverlauf der Gebiete ist unter www.potsdam.de bzw. www.potsdam-mittelmark.de nachzulesen.

Bisher keine Infektion bei Menschen bekannt

Bislang ist keine Übertragung von H5N8 auf den Menschen bekannt, eine Infektion des Menschen mit der Vogelgrippe wurde weltweit nicht nachgewiesen. Eine Übertragung des Virus über infizierte Lebensmittel ist nach Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) zwar theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich. Gleichwohl sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten beachten. So müssen Geflügelgerichte gründlich durchgegart, rohes Geflügelfleisch getrennt von den übrigen Lebensmitteln aufbewahrt und Küchengeräte gründlich gereinigt werden.

Vogelgrippevirus in Oberkrämer bestätigt

In der Gemeinde Oberkrämer (Oberhavel) wurde ebenfalls am Freitag eine Influenzavariante A in einem Geflügelbestand amtlich festgestellt. Es handelt sich dabei nicht um den Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8, der in Werder (Havel) nachgewiesen wurde, sondern um eine gering krankmachende Influenzavariante, die aber ebenfalls anzeigepflichtig ist.

Der vom Landeslabor Berlin-Brandenburg durchgeführte Schnelltest reagierte positiv. Dieser Befund wurde im nationalen Referenzzentrum am Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems, bestätigt. Bei dem Betrieb handelt es sich um eine Anlage mit rund 500 Tieren. Das Virus wurde im Zusammenhang mit einem Antrag auf Befreiung einzelner Enten von der Aufstallungspflicht festgestellt. Die Genehmigung setzt eine virologische Untersuchung voraus.

Um ein Überspringen auf andere Bestände im Landkreis Oberhavel zu verhindern, müssen alle Tiere innerhalb von 48 Stunden getötet werden.

Von MAZonline

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