Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg „Tegel-Rettern“ geht in Brandenburg die Puste aus
Brandenburg „Tegel-Rettern“ geht in Brandenburg die Puste aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:08 22.01.2019
Blick auf den Tower am Flughafen Tegel. Quelle: dpa
Potsdam

Als vor knapp einem Jahr die Volksinitiative startete, hatten die selbst ernannten „Tegel-Retter“ viel vor. Sie wollten die erfolgreiche Kampagne in Berlin, wo bei einem Volksentscheid eine knappe Mehrheit für den Erhalt des Flughafens stimmte, nach Brandenburg exportieren.

Als Garant für diesen Erfolg galt der frühere Berliner FDP-Bundestagsabgeordnete Lars Lindemann, der zum Chef des Vereins der Volksinitiative bestimmt wurde. Er hatte bereits die Berliner Kampagne geleitet.

Doch die Initiative, die gern die Landtagswahl am 1. September mit einem Volksentscheid verbinden wollten, geriet offensichtlich ins Stocken. Lindemann zieht sich nun vom Vorsitz zurück, wie er gestern mitteilte. „Wir haben die Mobilisierung, die wir in Berlin erreicht haben, in Brandenburg nicht geschafft“, sagte Lindemann. Wenn man mitten in einer Kampagne feststelle, dass bestimmte Dinge nicht so liefen, müsse man sich überlegen, ob die Instrumente noch die Richtigen seien.

Künftig soll die Volksinitiative gegen eine Schließung Tegels unter der Ägide der Freien Wähler und ihres Vorsitzenden und Landtagsabgeordneten Peter Vida laufen. Lindemann sagte, die Mobilisierungsfähigkeit der Freien Wähler in der Tiefe des Landes sei eine andere. Das habe die erfolgreiche Volksinitiative gegen Straßenbaubeiträge gezeigt. Deshalb seien die Erfolgschancen für den Erhalt Tegels größer, wenn die Freien Wähler die Kampagne übernehmen.

Die Volksinitiative benötigt bis Ende März 20.000 Unterschriften, hat laut Lindemann aber bisher erst rund 9800 zusammen. „Wir sind bei der Hälfte.“ Es gebe bei der bisherigen Sichtung der Unterschriften eine ungewöhnlich hohe Fehlerquote von rund 30 Prozent. Üblich seien 10 bis 15 Prozent. So hätten viele Berliner unterschrieben, die nicht gültig seien. Vida sagte, er gehe fest davon aus, dass die erforderliche Zahl dennoch pünktlich zusammenkommt.

Nach dem Planfeststellungsbeschluss soll Tegel nach der Eröffnung des neuen Flughafens BER in Schönefeld innerhalb von sechs Monaten schließen. Als offizieller Eröffnungstermin wurde von der Flughafengesellschaft Herbst 2020 genannt. Die Gesellschafter, Berlin, Brandenburg und der Bund sind gegen eine Offenhaltung Tegels.

Von Igor Göldner

Auch wenn es draußen gerade knackig kalt ist, sind die Eisflächen auf den Gewässern in Brandenburg noch zu dünn, um darauf zu laufen. Der DLRG-Landesverband gibt Rat, was vorm Ausflug auf Eis zu beachten ist.

25.01.2019

Bundesweit würde Brandenburg Neuland betreten: Geht es nach SPD und Linken, sollen künftig nur noch Landeslisten für Wahlen möglich sein, die streng mit Männern und Frauen quotiert sind. Die Pläne sind verfassungsrechtlich bedenklich.

25.01.2019

Die Vollsperrung auf der A10 zwischen Ludwigsfelde-West und dem Autobahndreieck Nuthetal ist am Nachmittag gegen 16 Uhr wieder aufgehoben worden.

22.01.2019