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Vom Glück, einen Trabi zu besitzen

Trabi-Geschichten Vom Glück, einen Trabi zu besitzen

Er gehörte nun mal zur Familie: der Trabant. Am 7. November hat er Geburtstag. Der Trabi wird 60 Jahre alt. Die MAZ sammelt Fotos und Leser-Erinnerungen an die DDR-Rennpappe. Hier zeigen wir die ersten Bilder und Leser erzählen anrührende Geschichten.

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Hier seht ihr mich, mit „meinem“ ersten Trabi. Das schreibt uns Jürgen Durchstecher aus Brandenburg an der Havel. Erinnerungen als sechsjähriger Knirps: Sommer 1970 an der Ostsee.

Quelle: privat

Potsdam. „Ich erinnere ich mich an viele komische und auch aufregende Episoden mit unserem Trabi“, berichtet uns Jürgen Durchstecher aus Brandenburg an der Havel . Seine Geschichte führt in den Sommer 1970:

„Ihr seht ihr mich mit meinem ersten Trabi. Na ja, zugegeben. Es entspricht nicht ganz der Wahrheit. Mein Opa hat ihn besorgt. Meine Eltern bezahlten ihn. Ich glaube, sie stürzten sich in Unkosten, hörte ich doch öfter: Können wir uns das leisten? Meine Oma lieh ihnen das Geld mit dem Vermerk, Opa brauche davon nichts zu wissen. Vielleicht auch mit dem Hintergedanken, manchmal chauffiert zu werden.

Mit dem Trabant an die Ostsee

Sei es, wie es war, jetzt gehört er mir. Bevor wir an die Ostsee fuhren, reinigten wir den Trabi – innen wie außen. Schließlich war es unsere erste lange Fahrt. Jetzt, da ich an der Kühlerhaube lehne und die Sonnenstrahlen genieße, träume ich, einmal selbst zu fahren. Meine Eltern sitzen hinter mir und ich bestimme, wohin es geht.

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Der Trabant, das beliebteste Auto der DDR, feiert am 7. November 2017 seinen 60. Geburtstag. MAZ-Leser zeigen aus diesem Anlass ihre Rennpappen – damals und heute. Darunter sind ganz außergewöhnliche Exemplare.

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Fuhren wir zu den Großeltern sonst immer mit dem Zug, der fuhr auch schnell, war aber alles andere vorgegeben: Abfahrtzeit, Bahnhöfe, die weit von der Wohnung lagen, mitunter überfüllte Züge. Mit dem Trabi kann man losfahren, wann man will, die Wegstrecke bestimmen, Westautos überholen, ihnen zuwinken, immer den Tacho im Auge.

Um so schnell zu fahren, muss er gepflegt und geschützt werden. Ich habe extra einen Karton zerrissen, um die Reifen zu bedecken, schließlich müssen sie lange halten.“

Das doppelte Glück: Hochzeitsreise nach Oberwiesenthal

Auch bei Martina Böttcher aus Wusterwitz (Potsdam-Mittelmark) wurden Erinnerungen wach an die gute alte Trabi-Zeit: „Ich kramte sofort in meinen alten Fotoalben und habe ein Foto vom Oktober 1984 gefunden. Leider ist die Qualität nicht die beste. Wir haben im Oktober 1984 geheiratet und extra für unsere Hochzeitsreise auch einen FDGB-Ferienplatz in Oberwiesental bekommen. Mit dem geflickten Trabi (von einem Arbeitskollegen abgekauft) ging es dann ab zum ,FDGB-Erholungsheim Am Fichtelberg’. Dieser Schriftzug ist auf dem Foto noch gut zu erkennen. Wir waren stolz auf den alten Trabi und stolz auf den zugeteilten Ferienplatz.“ Hochzeitsreise und FDGB-Ferienplatz in Oberwiesental, das ist wahrlich Doppelglück.

Erzählen Sie uns doch auch Ihre Trabi-Geschichten. Hatte der Gute einen Namen? Was konnte er so alles aushalten? Welche Extras bekam ein Trabant dank Tüftlergeist hinzu, und wie war das mit den Ersatzteilen? Auch die Sicht eines Werkstattmeisters interessiert uns. Und schließlich war die Rennpappe doch recht sportlich und sogar beim Militär.

Teilen Sie Ihre Trabi-Geschichte mit uns!

Familie, Hund und Urlaubsgepäck auf engstem Raum? ­Reparaturen am Straßenrand? Knattern und knutschen? Was haben Sie, liebe Leser, mit Ihrem Trabi erlebt? Schicken Sie uns Ihre Fotos und Anekdoten – wir veröffentlichen eine Auswahl.

Unter den Einsendern verlosen wir einen Miet-Trabi der Experten von „Trabant Berlin“ für ein ganzes Wochenende – inklusive 250 Freikilometern – im Wert von 300 Euro.

Wir freuen uns auf Ihre Post .

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Von Wilfried Specht

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