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Brandenburg Naherholung in der Natur: Das sind Brandenburgs Kurorte
Brandenburg Naherholung in der Natur: Das sind Brandenburgs Kurorte
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00:22 02.03.2019
Der Kurort Bad Saarow ist am malerischen Scharmützelsee gelegen. Quelle: ZB
Brandenburg

Erholung, Entspannung und Gesundheitsvorsorge: In Brandenburg haben Kurgäste die Auswahl zwischen acht staatlich anerkannten Kurorten und Heilbädern, die neben Thermalsole, Heilschlamm und ausgezeichneter Luftqualität auch mit malerischer Umgebung aufwarten. Um sie noch attraktiver zu machen, will die Landesregierung nun das Kurorterecht reformieren.

Wer sich offiziell als Kurort oder Heilbad bezeichnen darf, entscheidet das Gesundheitsministerium – wichtig ist, dass der Ort eine besondere Eignung für medizinische Therapie sowie ein Vorkommen natürlicher Heilmittel nachweisen kann. Folgenden Orte in der Mark haben es auf die Liste der staatlich anerkannten Kurorte und Heilbäder geschafft:

Thermalsole-Heilbad Bad Belzig

Die Burg Eisenhardt ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Bad Belzig. Quelle: Tobias Wagner

Das Thermalsole-Heilbad Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) ist seit 2010 staatlich anerkannter Kurort. Das Städtchen mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte liegt inmitten des Naturparks Hoher Fläming, dem drittgrößten Großschutzgebiet von Brandenburgdie heilende Thermalsole wurde allerdings erst im Jahre 1996 entdeckt. Darin baden können Kurgäste seit 2002 in der Stein-Therme am Stadtrand von Bad Belzig. Auch darüber hinaus gibt es viel zu entdecken.

Wahrzeichen der Kreisstadt, die im Mittelalter erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist die imposante Burg Eisenhardt. Die aufwendig sanierte Festung ist die größte Höhenfestung Norddeutschlands. Weitere Sehenswürdigkeiten finden sich in der historischen Altstadt, darunter die Stadtkirche St. Marien, das Rathaus und die sächsische Postmeilensäule.

Mehr Informationen zum Kurort Bad Belzig finden Sie hier.

Schlamm und Heilerde in Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda grenzt direkt an den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Quelle: Claudia Bihler

Bad Liebewerda (Elbe-Elster) zählt zu den ältesten Kurorten Brandenburgs: Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts erholten sich Gäste an der Schwarzen Elster. Der Kurpark rund um den Nebenfluss der Elbe erstreckt sich auf 25 Hektar und war ein Geschenk des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III.. Herzstück des Kurprogramms ist die Lausitztherme Wonnemar mit Thermalbecken und Saunawelt.

In direkter Nachbarschaft von Bad Liebenwerda liegt der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, der für seine purpur blühenden Heiden bekannt ist. Außerdem darf die Stadt Peloidkurbetrieb anbieten. Peloide sind gesundheitsfördernde Schlämme und Heilerden, die für Bäder, Packungen oder Wickel verwendet werden. Schwerpunkte des Liebenwerdaer Kur-Angebotes sind Rheumatische Erkrankungen, Psychosomatik sowie Suchterkrankungen.

Mehr Informationen zum Kurort Bad Liebenwerda finden Sie hier.

Erholung am Scharmützelsee: Bad Saarow

Der Kurort Bad Saarow liegt am Scharmützelsee und ist für seinen mineralreichen Heilschlamm berühmt. Quelle: dpa

Am Ufer des Scharmützelsees, dem „Märkischen Meer“ im Landkreis Oder-Spree, liegt Bad Saarow. Bereits seit 1923 darf sich der Ort wegen seiner Thermalquelle und dem mineralreichen Schlamm – bekannt als „Original Bad Saarower Naturmoor“ – als Kurort bezeichnen. Beide Heilmittel gehören zum Wellness- und Gesundheitsangebot der Saarowtherme, die sich am Rande des städtischen Kurparks befindet.

Wegen seiner Lage am Scharmützelsee ist der Kurort gleichzeitig die perfekte Anlaufstelle für Wassersportler. Aber auch für Radfahrer und Wanderer gibt es zahlreiche Angebote und Strecken rund um den See. Zu den Behandlungsschwerpunkten zählen Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie rheumatische Erkrankungen.

Mehr Informationen zum Kurort Bad Saarow finden Sie hier.

Kurtradition in Bad Freienwalde (Oder)

Das staatlich anerkannte Moorheilbad Bad Freienwalde wird seit dem dem 19. Jahrhundert als Erholungsort genutzt. Quelle: dpa

Bad Freienwalde (Oder) ist ein staatlich anerkanntes Moorheilbad im Landkreis Märkisch-Oderland mit langer Tradition: Bereits seit dem 19. Jahrhundert wird das Naturmoor als Heilmittel eingesetzt. Erst im Jahre 2003 bekam Bad Freienwalde die offizielle Anerkennung als Moorheilbad. Von der langen Kurtradition zeugen das Alte Kurhaus und der Kurpark, den der berühmte preußische Landschaftsgärtner Peter Joseph Lenné Anfang des 19. Jahrhunderts gestaltete,

Rund um den Ort führen zahlreiche Wanderrouten, darunter der Oderlandweg und der Turmwanderweg, der vier Aussichtstürme verbindet. Theateraufführungen und Konzerte finden im Kurtheater im historischen Kurviertel statt. Zu den Heilschwerpunkten zählen Krankheiten des Skeletts und der Muskeln, Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen sowie Rheumatismus.

Mehr Informationen zum Kurort Bad Freienwalde finden Sie hier.

Bad Wilsnack: Von der Pilgerstätte zum Kurort

Die Wunderblutkirche überragt die Fachwerkhäuser des Kurortes Bad Wilsnack. Quelle: Ulrich Wangemann

Zwischen Kiefernwäldern inmitten des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe-Brandenburg liegt das Thermalsole- und Moorheilbad Bad Wilsnack. Bevor Anfang des 20. Jahrhunderts die eisenoxidhaltige Moorerde entdeckt wurde, hatte der Ort eine andere wichtige Bedeutung: Weil sich in dem kleinen Dorf Wunder zugetragen haben sollen, entwickelte sich Wilsnack ab dem 14. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Wallfahrtsziele Mitteleuropas. Ziel der Pilger war die Wunderblutkirche St. Nikolai, wahrscheinlich das markanteste Wahrzeichen von Bad Wilsnack.

Heute ist die Stadt vor allem ein Ort der Entspannung: In der Kristall Kur- und Gradier-Therme können Besucher in Thermalsole mit 24-prozentigem Solegehalt baden. Zur Erholung dienen viele Grünflächen und Parks wie der Schlosspark, der Stadtpark und der neue Kurpark. Zu den Behandlungsschwerpunkten im Kurort zählen Erkrankungen der Haut und der Atemwege.

Mehr Informationen zum Kurort Bad Wilsnack finden Sie hier.

Kneipp-Therapie in Buckow (Märkische Schweiz)

Buckow ist der einzige staatlich anerkannte Kneipp-Kurort in Brandenburg. Quelle: dpa

Buckow im Landkreis Märkisch-Oderland ist der einzige staatlich anerkannte Kneipp-Kurort Brandenburgs. Wegen der sauberen Luft und des Schonklimas wurde Buckow schon im 19. Jahrhundert zum beliebten Ausflugs- und Erholungsziel. Die größten Sehenswürdigkeiten der in der Märkischen Schweiz gelegenen Stadt sind der Schlosspark Buckow sowie der Eiszeitgarten im Lunapark, in dem unterschiedlich große Findlinge lagern.

Die Kneipp-Therapie ist ein ganzheitliches Konzept, das Wassertherapie, Bewegung, Ernährungsberatung sowie die Arbeit mit Heilkräutern und autogenem Training beinhaltet. Buckow bietet dafür die richtigen Voraussetzungen: Im Flüsschen Stobber gibt es fünf Wassertretstellen, außerdem gedeihen Kneippsche Kräuter in einem Heilkräutergarten. Die Kneipp-Therapie dient unter anderem der Prävention von Krankheiten. Medizinische Schwerpunkte des Kurortes sind Krebserkrankungen, Mutter-Kind-Kuren sowie Vorsorgekuren.

Mehr Informationen zum Kurort Buckow finden Sie hier.

Salzige Heilquelle in Burg (Spreewald)

Burg liegt an der Quelle zu einer der salzigsten Solen der ganzen Region und ist auch für Süßwasser-Freunde ein Paradies. Quelle: Julian Stähle

Mitten im Spreewald befindet sich der Heilquellen-Kurort Burg, der seine Thermalsole aus über einem Kilometer Tiefe gewinnt. Die Thermalsole weist einen hohen Mineralgehalt auf und ist sehr jodhaltig – sie zählt sogar zu den salzigsten Solen der ganzen Region. Die moderne Spreewald wird von der Heilquelle gespeist.

Das Erholungsgebiet rund um Burg ist von zahlreichen Flüsschen durchzogen, die sich mit dem Kanu oder Kajak erkunden lassen. Alternativ hält man sich an einen erfahrenen Fährmann, der Gäste auf Spreewaldkähnen durch die Wasserlandschaft navigiert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Kur- und Sagenpark sowie zahlreiche andere Parks und Gärten. Medizinische Schwerpunkte der Kliniken in Burg sind unter anderem Herz-Gefäß und Kreislauferkrankungen sowie Hauterkrankungen und allgemeine Schwächezustände.

Mehr Informationen zum Kurort Burg finden Sie hier.

Kur zwischen Naturparks: Templin

Auf den Gewässern des Naturparks Uckermärkische Seen sind viele Freizeitkapitäne unterwegs. Quelle: picture alliance / ZB

Inmitten einer hügeligen Landschaft liegt der Kurort Templin, liebevoll auch die „Perle der Uckermark“ genannt. Das staatlich anerkannte Thermalsoleheilbad befindet sich zwischen dem Naturpark Uckermärkische Seen, der von Klarwasserseen und Mooren geprägt ist, und dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Im Jahre 2000 wurde die Naturtherme Templin eröffnet, die spezielle Kur- und Wellnessangebote im Programm hat.

Die größte Sehenswürdigkeit von Templin ist die vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer. Der 1,7 Kilometer lange Schutzwall überstand vier Stadtbrände und ist das älteste Bauwerk der Stadt. Typisch für das Stadtbild des Kurortes sind die zweigeschossigen Fachwerkhäuser sowie die barocke Stadtkirche St. Maria Magdalena. Medizinische Behandlungsschwerpunkte sind Erkrankungen der Atemwege und der Haut sowie des Bewegungsapparates.

Mehr Informationen zum Kurort Templin finden Sie hier.

Von Hannah Rüdiger

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