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Brandenburg Medienbranche ist märkischer Jobmotor
Brandenburg Medienbranche ist märkischer Jobmotor
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21:19 18.11.2014
Erst digitale Medien ermöglichen den bequemen Internethandel. Quelle: Arno Burgi / dpa
Berlin

Immer mehr Menschen in der Region verdienen ihren Lebensunterhalt in der Medienbranche: Waren vor zehn Jahren in diesem Bereich noch 43.000 Menschen tätig, sind es heute mehr als 62.000. Die Zahl der Unternehmen, die mit Film, Fernsehen, Internet- oder Smartphone-Anwendungen Geschäfte machen, stieg um 74 Prozent auf mehr als 12.500 an, die Umsätze kletterten um 80 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Das ist die Bilanz, die das vor zehn Jahren gegründete Branchenfördernetzwerk Medien board Berlin-Brandenburg am Dienstag in Berlin zog.

Die Kreativbranche hat sich damit zu einem der wichtigsten Jobmotoren entwickelt. Jeder dritte neue Arbeitsplatz in Berlin und jeder fünfte in Brandenburg entsteht inzwischen in diesem Bereich. Das sorgt laut Medien board-Chef Elmar Giglinger nicht nur für mehr Beschäftigung: Die Branche sei auch ein weltweites Aushängeschild, eine Art Markenzeichen: „Die Vielzahl der innovativen Unternehmen, Projekte und Events in Berlin-Brandenburg trägt zur hohen internationalen Strahlkraft der Wirtschaftsregion bei“, sagte Giglinger.

Vor allem in der Internet-Wirtschaft gab es deutliche Zuwächse. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre schnellte die Zahl der Mitarbeiter dort um 119 Prozent auf 29.000 Menschen nach oben, wie aus dem Medienindex hervorgeht. 25.485 Jobs davon sind sozialversicherungspflichtig.

Auch im international viel beachteten Filmsektor mit dem Studio Babelsberg an der Spitze stiegen die Umsätze in den vergangenen zehn Jahren deutlich, allerdings ging die Zahl der Beschäftigten um 15 Prozent auf 8250 zurück, beim Fernsehen sogar um 18 Prozent (7900). Ein möglicher Grund ist der Studie zufolge der gewachsene Anteil von Selbstständigen.

Noch etwas anderes treibt die Filmbranche um: Der Bund hat vergangene Woche wie erwartet den Deutschen Filmförderfonds von 60 auf 50 Millionen Euro gestutzt. Studio-Babelsberg-Vorstand Christoph Fisser warnt davor, dass keine internationalen Koproduktionen mehr nach Deutschland kommen könnten. „Schon dieses Jahr haben wir nur wegen der Ankündigung von Kürzungen zwei Aufträge aus den USA verloren“, sagte er. Dabei bringe nach einer aktuellen Studie der Roland Berger Unternehmensberatung eine Million Euro Filmförderung mehr als 1,8 Millionen Euro Steuereinnahmen in die Bundeskasse. Die jüngste internationale Produktion, die zum Teil in Babelsberg entstanden ist, kommt am Donnerstag in die Kinos: der dritte Teil des Fantasy-Spektakels „Die Tribute von Panem“.

Vor allem im Bereich der Digitalisierung sei Babelsberg ein hochattraktiver Standort, sagt Peter Effenberg von „Transfer Media“. Seine Firma hat sich dem Übergang von der analogen in die digitale Medienwelt verschrieben. Vom Dreh über die Postproduktion bis hin zum Vertrieb gehe heute in der Filmbranche ohne „Nullen und Einsen“ nichts mehr, Zelluloid und Magnetbänder hätten ausgedient, so Effenberg: „In Babelsberg findet man auf einem Quadratkilometer wirklich alles an digitalem Know-how in Sachen Film, Fernsehen und Neue Medien“, sagt er. „Das ist weltweit wohl einmalig.“ Zum zweiten Mal veranstaltet „Transfer Media“ deswegen gerade die internationale Technologiekonferenz „Changing the Picture“, bei der sich die vielen Babelsberger Spezialfirmen präsentieren und mit Experten aus Hollywood oder von der britischen BBC austauschen.

Babelsberg müsse sich gegen Studios in Prag, London oder Budapest behaupten, so Effenberg mit Blick auf die abschmelzende Filmförderung. „Die schmeißen mit Fördergeld um sich“, sagte er. Deutschland müsse nun neue Wege bei der Filmfinanzierung einschlagen. In den USA sei es inzwischen üblich, Filme auch mit Risikokapital zu stemmen.

Von Torsten Gellner

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