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Wachstum: 2,5 Millionen Brandenburger 2018

Bevölkerungsprognose Wachstum: 2,5 Millionen Brandenburger 2018

Überraschende Zahlen: Entgegen früherer Prognosen soll Brandenburg bis 2018 auf 2,465 Millionen Einwohner anwachsen. Viele junge Familien ziehen aus Berlin raus aufs Land. Eine große Unbekannte für die Statistiker sind die Flüchtlinge, die derzeit nach Brandenburg kommen. Sie könnten die demografische Entwicklung positiv beeinflussen.

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Nach Brandenburg zieht es vor allem junge Familien aus Berlin.

Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburg muss seine Prognose zur Bevölkerungsentwicklung kurzfristig nach oben korrigieren. Entgegen aller bisherigen Annahmen soll die Einwohnerzahl bis 2018 auf 2,465 Millionen ansteigen. Das geht aus der neuen Bevölkerungsprognose hervor, die am Mittwoch in Potsdam vorgestellt wurde.

Nach der kurzen Wachstumsphase erwarten die Statistiker für die kommenden Jahre allerdings wieder eine rückläufige Entwicklung, wie es schon in der Zeit seit 2001 zu beobachten war. Der Schrumpfungsprozess zögert sich also nach hinten hinaus. 2040 sollen noch 2,167 Millionen Menschen in Brandenburg leben, ein Minus von 11,5 Prozent im Vergleich zum Referenzjahr 2013.

Brandenburg steht vor einer erneuten Wachstumsphase

Der sich derzeit abzeichnende Ausschlag nach oben basiert größtenteils auf Zuzügen aus der Bundeshauptstadt und osteuropäischen EU-Staaten, wie Jürgen Paffhausen, Referatsleiter für Bevölkerungsstatistik beim Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, erklärte. „Seit 2010 sind die Zuzugsgewinne aus Berlin leicht gestiegen.“ Allein 2014 lag der Überschuss bei knapp 10.000. Nach Phasen des Wachstums in den 90ern und des Schrumpfens in den vergangenen 15 Jahren steht Brandenburg womöglich am Beginn einer dritten, erneuten Wachstumsphase, sagte Paffhausen, der sich ansonsten nicht auf langfristig verbindliche Aussagen festlegen wollte.

Einfluss des Flüchtlingsstroms nach Brandenburg ist noch ungewiss

Die Gleichungen haben zu viele Unbekannte: Wie entwickeln sich Einwohnerzahl und Wohnungsmarkt in Berlin? Welchen Einfluss hat die Flüchtlingsbewegung auf die Demografie? „Der Umfang von Zuzügen der Hilfe- und Schutzsuchenden ist gegenwärtig nicht seriös zu prognostizieren“, sagte Paffhausen. Es fehle an verlässlichen Daten über Alter und Geschlecht der Flüchtlinge. Zudem ist ungewiss, wie viele der Neuankömmlinge auf Dauer in Brandenburg bleiben. Trotz dieser Bedenken haben die Statistiker eine Sonderrechnung unter Beachtung des Flüchtlingszuzugs aufgemacht. Unter der Voraussetzung, dass jeder Zweite langfristig in Brandenburg bleibt und sich die Zahl der Asylsuchenden bis 2022 auf das langjährige Mittel abschwächt, könnte Brandenburg 2040 noch 2,302 Millionen Einwohner zählen – ein relativ moderates Minus von sechs Prozent.

Von den Hauptstadt-Abwanderern profitiert vor allem das Berliner Umland (+6,3 Prozent bis 2040). Die Landeshauptstadt Potsdam wird mit plus 15,3 Prozent ein Boom bescheinigt. Die Landkreise Dahme-Spreewald (-1,5), Potsdam-Mittelmark (-1,8), Havelland (-3,4) und Oberhavel (-5,9) schrumpfen unterdurchschnittlich. Die übrigen kreisfreien Städte büßen deutlich zwischen 14,9 und 19,5 Prozent ein. Die größten Verlierer sind laut Prognose Prignitz (-26,3), Elbe-Elster (-26,2) und Spree-Neiße (-28,8).

Von Bastian Pauly

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