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Brandenburg Waffen am Wochenende in Berliner S-Bahn verboten
Brandenburg Waffen am Wochenende in Berliner S-Bahn verboten
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19:15 31.10.2018
Die Aufnahme zeigt ein Butterflymesser nach einer Zollkontrolle im Hafen von Hamburg (Symboldbild). Quelle: Hauptzollamt Hamburg-Hafen/dpa
Berlin

Angesichts zahlreicher Gewalttaten besonders am Wochenende in Berliner Bahnhöfen und Zügen hat die Bundespolizei erneut ein Waffenverbot für die wichtigste S-Bahnstrecke durch die Hauptstadt verhängt. Ab diesem Freitag sind in den Wochenendnächten der nächsten drei Monate gefährliche Gegenstände wie Messer, Schlagringe, Baseballschläger oder auch Reizgas verboten. Das teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Die Aktion zielt besonders auf junge Männer, die oft Messer und andere Waffen dabei haben.

Das Verbot gilt zwischen den Bahnhöfen Zoo und Lichtenberg. Es betrifft sämtliche S-Bahnen und alle anderen Züge sowie die 13 Bahnhöfe auf dieser Strecke. „Wir haben dort vermehrt Gewaltdelikte von jungen Erwachsenen festgestellt, oft unter Alkoholeinfluss“, sagte ein Sprecher. Die Regelung ist von jeweils 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr in Kraft. Wer mit verbotenen Gegenständen erwischt wird, muss mit einem Zwangsgeld rechnen.

An Wochenenden sind Tausende unterwegs

Die sogenannte Ordnungsverfügung bietet der Polizei mehr Möglichkeiten als sonst. Sie kann jeden Menschen kontrollieren und durchsuchen, auch ohne dass es konkrete Verdachtsmomente gibt. Ähnlich war die Hamburger Polizei im Mai im dortigen Hauptbahnhof vorgegangen. Auch andere Städte denken über entsprechende Maßnahmen für bestimmte Gegenden nach.

Im Juni hatte die Bundespolizei in Berlin ein ähnliches Verbot für ein Wochenende erlassen. 180 Bundespolizisten waren zusätzlich im Einsatz. 870 Menschen wurden bei der Aktion kontrolliert. Dabei registrierte die Bundespolizei 91 Straftaten, meist Drogendelikte. 24 Mal wurde gegen das Waffenverbot verstoßen.

An Wochenenden auf den S-Bahnhöfen Tausende feiernde Menschen unterwegs, darunter viele Touristen sowie angelockte Drogendealer und Taschendiebe. Immer wieder kommt es zu Streitereien und Schlägereien, die in Messerstechereien enden.

Von dpa

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