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Wahlhelfer für Bundestagswahl gesucht

Brandenburgs Kommunen auf der Suche Wahlhelfer für Bundestagswahl gesucht

Brandenburg sucht fleißige Hände: Vor der Bundestagswahl am 24. September 2017 suchen viele Kommunen noch Wahlhelfer. Manch eine Stadt hat sich etwas Besonders einfallen lassen, um genügend Freiwillige zu finden. Landesweit werden insgesamt rund 28 000 Wahlhelfer benötigt, wie das Innenministerium mitteilte.

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Quelle: dpa

Potsdam. Zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl am 24. September 2017 sind viele Kommunen in Brandenburg noch auf der Suche nach Wahlhelfern. Manch eine Stadt hat sich etwas Besonders einfallen lassen, um genügend Freiwillige zu finden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter einigen größeren Städten ergab.

Landesweit werden am 24. September rund 28 000 Wahlhelfer für die etwa 200 Wahllokale benötigt, wie das Innenministerium mitteilte. In Brandenburg sind rund zwei Millionen Menschen wahlberechtigt. Die Stimmabgabe muss überwacht werden, anschließend sind die Stimmen zu zählen.

Ein Anruf, erhöhtes Erfrischungsgeld und Obst

In der Fontanestadt Neuruppin sind die Freiwilligen beinahe schon alle gefunden. „Von den insgesamt 38 Wahlbezirken sind 28 komplett besetzt, in den übrigen fehlen ein bis zwei Personen, die durch die benannten Wahlvorsteher noch gemeldet werden beziehungsweise durch verfügbare Personen von der Verwaltung noch benannt werden können“, sagte Sprecherin Michaela Ott.

Der besondere Trick? Bei jeder Wahl werde ein persönliches Telefonat mit den Wahlhelfern der vergangenen Wahl geführt, die Stadt bedanke sich nochmal und frage, ob erneut die Bereitschaft besteht. „Das Feedback zeigt, dass dies gut bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.“

In Oranienburg wurden die benötigten 299 Wahlhelfer alle bereits gefunden, wie Sprecherin Susanne Zamecki mitteilte. Hier lockt die Stadt mit höher als gesetzlich vorgesehenen „Erfrischungsgeldern“. 50 Euro bekommen Wahlvorsteher und Stellvertreter, 35 Euro die Beisitzer. Zudem wurde Bürokratie abgebaut: Das sogenannte Erfrischungsgeld wird zum Beispiel einfach überwiesen.

In Prenzlau ist der Zuspruch von Bürgern dagegen spärlich, hieß es aus dem Bürgermeisterbüro. Daher will man nun in den Behörden selbst mobilisieren, um die 180 Jobs zu besetzen. „Derzeit wird in der Verwaltung selbst nachgefragt, wer sich freiwillig als Wahlhelfer zur Verfügung stellt.“ Mitarbeiter der Stadt erhalten dann für ihre ehrenamtliche Tätigkeit einen Tag Dienstbefreiung.

Die Stadt Bernau bei Berlin setzt bei der Werbung um Helfer unter anderem auf kleine Köstlichkeiten. „Im Wahllokal werden die Helfer mit frischem Obst, Gebäck und Getränken versorgt“, sagte Sprecherin Cornelia Fülling. Insgesamt benötigt Bernau 238 Wahlhelfer - bisher haben sich 145 gemeldet.

In Brandenburg an der Havel hieß es: „Es gibt keine besonderen Anreize oder Werbeaktionen bei der Wahlhelfergewinnung, jedoch wurde mit der Wahlhelfergewinnung sehr frühzeitig begonnen“, erklärte Sprecherin Angelika Jurchen. Immerhin 408 von 525 Wahlhelfern wurden bereits gefunden.

In Frankfurt (Oder) werden 540 Wahlhelfer benötigt - 279 wurden bislang gefunden. „Jede helfende Person erhält ein „Erfrischungsgeld“ in Höhe von 25 Euro, Wahlvorsteher 35 Euro“, verspricht die Stadt. Besser sieht es in Schwedt/Oder aus. Dort haben sich 194 Freiwillige gemeldet - 204 werden benötigt. „Wir gehen davon aus, dass alle Wahllokale besetzt werden können“, hieß es aus dem Rathaus.

Von Rochus Görgen

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