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Waldbrandgefahr steigt weiter

Heißester Tag des Jahres - kühleres Wetter folgt Waldbrandgefahr steigt weiter

Die Sonne strahlt auf das ohnehin trockene Land: Erstmals in diesem Sommer wurden am Samstag in Brandenburg Höchstwerte gemessen. Aber die Hitze birgt auch Gefahr: Die Waldbrandgefahr in den Wäldern ist hoch, das Wasser der Flüsse sinkt, Getreide vertrocknet auf den Feldern.

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Waldbodenbrand bei Märtensmühle.

Quelle: Hartmut F. Reck

Potsdam. Die Abkühlung nach dem bisher heißesten Tag des Jahres mit 33 Grad in Brandenburg und 31 Grad in Berlin hat keine Auswirkungen auf die Trockenheit der märkischen Wälder.

Zu wenig Regen

Von Samstag bis Sonntag habe es im Süden und Norden Brandenburgs ein bisschen geregnet, sagte Raimund Engel, Waldbrandschutz-Beauftrager des Landes am Sonntag. “Das ist bei weitem nicht ausreichend, um Entwarnung geben zu können.“ Zwar konnten die bis am Samstag in neun Landkreisen noch geltenden höchsten Waldbrandwarnstufen abgesenkt werden, doch sei die Gefahr noch nicht vorbei. “Für uns als Förster und die Feuerwehrleute ist das keine nennenswerte Entspannung.“

In den Landkreisen Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Potsdam- Mittelmark war es an verschiedenen Stellen zu Waldbrände gekommen. Feuerwehren musste seit Freitag mehrfach ausrücken. Bereits gelöschte Brände loderten von neuem auf. Betroffen waren zusammen rund 20 Hektar Fläche. Ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg sagte am Sonntag, ein nochmals aufgeflammtes Feuer im Landkreis Teltow-Fläming konnte gelöscht werden. Betroffen waren drei Hektar Wald.

Noch bis zum späten Nachmittag sollten Feuerwehrleute einen Brand auf einem ebenfalls drei Hektar großen Areal bei Bad Belzig (Potsdam- Mittelmark) löschen. Forstleute hätten inzwischen um den brennenden Wald einen Ring gepflügt, damit sich das Feuer nicht ausbreiten könne. “Der pure Sand ist noch oben geholt worden“, sagte der Sprecher. Über Nacht werde eine Feuerwache eingerichtet.

Nach dem Feuer kommen die Insekten

Der Waldbrandschutz-Beauftragte erklärte, wenn die Feuerwehr den Brandort schnell erreiche, brenne am Boden nur Gras und Kraut. “Sobald die Flammen die Bäume erfassen und an der Borke hochzüngeln, wird es problematisch.“ Dann sei nicht mehr das Feuer in erster Linie Ursache für die Schäden, sagte er.

“Es kommen sofort Insekten in die betroffenen Bestände, bohren sich ein und legen ihre Brut ab.“ Das seien bestimmte Käferarten, die sich regelrecht darauf spezialisiert hätten. In der Folge stürben die Bestände ab. Das Holz müsse dann eingeschlagen und auch rasch aus dem Wald abtransportiert werden.

Seit Jahresbeginn registrierte der Landesbetrieb bereits mehr als 100 Waldbrände. Geschädigt wurden knapp 100 Hektar Fläche, davon etwa die Hälfte allein bei einem einzigen Brand in der Nähe von Jüterbog (Teltow-Fläming). Im vergangenen Jahr waren es 117 Brände, die 27,4 Hektar Wald zerstörten.

INFO : Das aktuelle Wetter in Brandenburg

Von MAZonline

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