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Wanderer, zieh nicht ohne Handy los!

Rettungseinsätze in der Döberitzer Heide Wanderer, zieh nicht ohne Handy los!

Mittwoch ist ein Ausflug in der Döberitzer Heide für eine Familie zum Alptraum geworden. Sie hat sich in dem Naturschutzgebiet verirrt. Kurz bevor die Akkus ihrer Telefone den Geist aufgeben, können sie Hilfe rufen. Das war nicht das erste Mal, dass ein Handy die letzte Rettung war. In der Döberitzer Heide gab es bereits einige spektakuläre Rettungseinsätze.

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DIe Döberitzer Heide.

Quelle: MAZonline

Potsdam. Am späten Mittwochnachmittag meldete sich eine Familie mit einem 12 jährigen Kind bei der Polizei. Sie waren seit 10 Uhr mit dem Fahrrad im Naturschutzgebiet Döberitzer Heide unterwegs und hatten sich auf dem Weg nach Falkensee vollkommen verfahren.

Jetzt, nachdem die Familie am Ende eines Weges die Fahrräder bereits eine halbe Stunde schob, die Uhr 17 Uhr zeigte, war an einem Weidezaun jegliche Orientierung verloren.

Die Hitze machte die Lage nicht besser. Mit Hilfe der fast leeren Handys konnten die Standortkoordinaten an die Polizei weitergegeben werden. Bald nahte die Rettung in Form eines Polizeihubschraubers.

Was für eine Erleichterung. Ein Gefühl, dass in den vergangen Jahren schon andere hatten.

Auf der Gassirunde verschollen

Am 26. September 2011 verirren sich vier Spaziergängerinnen in der Döberitzer Heide. Die Damen sind an jenem Samstag gegen 15 Uhr zu einer ausgedehnten Gassirunde mit ihren Hunden aufgebrochen. Als es schließlich immer schneller dunkler wird, wird den Frauen klar, dass sie die Orientierung verloren haben. Per Handy wird die Polizei informiert. Ein Polizeihubschrauber steigt auf und macht sich auf die Suche nach den Frauen. Um 21.15 Uhr entdeckt das Hubschrauberteam die Damen. Nach dem anstrengenden Marsch muss eine Frau ärztlich versorgt werden.

Spaziergang zu zweit – mit Hubschrauberbegleitung

Rund dreieinhalb Jahre zuvor, am 4. September 2007 , spazieren ein 19-Jähriger und seine 20 Jahre alte Begleiterin durch die Heide. Zurück kommen sie nicht. Das Auto ist einfach nicht aufzufinden. Hilfe ist vonnöten.

Der 19-Jährige zückt also sein Handy, ruft bei der Polizei an und schildert seine Notlage. Doch bevor er Angaben zu dem Standort machen kann, bricht die Verbindung ab. Funkstille. Daraufhin macht sich ein Hubschrauber auf den Weg. Erfolglos. Lediglich das Auto der Beiden wurde gefunden.

Erleichterung drei Stunden später. Die beiden jungen Orientierungslosen finden selbstständig aus der Döberitzer Heide heraus.

Dramatische Suche nach einem Pilzsucher

Dramatischer läuft die Suche am 9. August 2005 ab. Ein 78-jähriger Mann macht sich zusammen mit einem Begleiter in der Heide auf Pilzsuche. Als die Pilzliebhaber nicht mehr wissen wo sie sind, trennen sie sich. Der 78-Jährige schlägt sich alleine durch

Am frühen Nachmittag weiß er aber nicht mehr weiter. Er ruft bei seiner Familie an: Er finde nicht mehr allein nach Hause, sagte er. Um kurz nach 16 Uhr bricht aber auch hier plötzlich die Telefonverbindung ab. Die Familie informiert umgehend die Polizei, da der Mann auf Medikamente angewiesen war.

Die Polizei startet eine ausgedehnte Suche in dem ausgedehnten Waldgebiet zwischen Dallgow-Elstal und Potsdam.

Währenddessen ist sein Begleiter wieder Zuhause. Der Mann führe die Beamten zu dem Gebiet, in dem die Männer nach Pilzen gesucht hatten.

Etwa 20 Beamte, darunter Diensthundeführer und die Besatzung eines Polizeihubschraubers mit ihrer Maschine, sind im Einsatz, weitere Polizeikräfte werden zwischenzeitlich angefordert. Auch die Rettungshundestaffel des Landkreises Havelland kommt zum Ort des Geschehens. Dann Aufatmen. Ein Lebenszeichen. Der Mann hat von alleine aus der Heide herausgefunden. Auf der B 5 bei Elstal spricht er gegen 20.30 Uhr Passanten an. Die Angehörigen werden informiert. Etwas später wird der glücklose Pilzsucher von einer Streife der Polizei abgeholt und zu seiner Familie zurückgebracht.

Jugendlicher Hilferuf mitten in der Nacht

Festzuhalten ist, dass ein Handy bei einem Spaziergang in der Döberitzer Heide nicht fehlen darf. Das weiß seit dem 19. Juli 2002 auch ein heute 25-Jähriger. Vor dreizehn Jahren war er allein in der Heide unterwegs. Raus findet er allein zunächst nicht. In der Nacht ruft er mit seinem Handy verzweifelt die Rettungsleitstelle an. Er habe sich verlaufen und finde nicht mehr nach Hause, schildert er seine Lage.

Die Polizei informiert die Eltern und macht sich auf die Suche. Gegen 6:30 Uhr wird die Suche jedoch wieder eingestellt: der damals 12-Jährige hat es doch allein nach Hause geschafft.

Von MAZonline

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