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Brandenburg Kommentar: Warnsignal für Brandenburg
Brandenburg Kommentar: Warnsignal für Brandenburg
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01:16 22.09.2018
Die AfD liegt nach einer Umfrage in Brandenburg bei 23 Prozent. Quelle: dpa
Potsdam

Zuletzt wurde auch in Brandenburg oft mit ausgestrecktem Finger Richtung Sachsen gezeigt. In vielen Kommentaren schwang neben Unverständnis und Kritik eine Spur Herablassung mit. „Wir sind hier nicht in Sachsen“, plakatierte etwa ein Oberbürgermeister-Kandidat in Potsdam. Was wohl heißen soll: Wir sind die Guten, „Dunkeldeutschland“ – das sind die anderen.

Jetzt zeigt sich, dass es wenig Grund für diese Art der Selbst-Überhöhung gibt. Fast jeder vierte Brandenburger Wähler ist der jüngsten Umfrage zufolge bereit, einer Partei seine Stimme zu geben, deren Vorsitzender die Leistungen der Wehrmacht lobt, eine Integrationsbeauftragte „in Anatolien entsorgen“ will und offen die Systemfrage stellt.

Es lässt einen verzweifeln, dass sich diese Stimmung ausgerechnet in wirtschaftlichen Boomzeiten verfestigt, und dann auch noch in einer Region, in der die Menschen eher wenig Erfahrung mit Migranten machen. Für die politisch Verantwortlichen, für die Gesellschaft sind die Zahlen ein Warnsignal: Das demokratische System ist ein Vierteljahrhundert nach seiner Einführung in Ostdeutschland keine immerwährende Selbstverständlichkeit, es will verteidigt werden: durch verlässliche, transparente Politik, eine auch Widerspruch zulassende öffentliche Debatte – und klare Kante gegen Rassisten und Verfassungsfeinde. 

Von Henry Lohmar

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