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Brandenburg Warnstreik im Stahlwerk Eisenhüttenstadt
Brandenburg Warnstreik im Stahlwerk Eisenhüttenstadt
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16:16 11.02.2019
Eine glühende Stahlrolle aus Flachbandstahl im Warmwalzwerk bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt. Quelle: ZB/Patrick Pleul
Potsdam

Im Tarifkonflikt der Stahlindustrie stehen die Zeichen nun auch in Ostdeutschland auf Streik: Wie die Gewerkschaft IG Metall mitteilte, sind die Mitarbeiter des Stahlwerks Eisenhüttenstadt von ArcelorMittal für Dienstag, 12. Februar ab fünf Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen. Zeitgleich sollen die Mitarbeiter des Mannesmannröhrenwerks im sächsischen Zeithain die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft begründet den Warnstreik damit, dass die Arbeitgeberseite in in der ersten Runde der Tarifverhandlungen noch kein Angebot vorgelegt hätten.

Die Gewerkschaft setzt sich für bessere Löhne für 8000 Beschäftigte in der ostdeutschen Stahlindustrie ein. So fordert die IG Metall ein Gehaltsplus von sechs Prozent sowie eine Urlaubsvergütung in Höhe von 1.800 Euro, die in Freizeit umgewandelt werden können soll. Auszubildende sollen ein Urlaubsgeld in Höhe von 600 Euro erhalten.

Viele Zusatzschichten übernommen

„Für die zweite Tarifverhandlung erwarten wir ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber“, teilte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter für Berlin-Brandenburg-Sachsen mit. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben im letzten Jahr viele Zusatzschichten übernommen und eine hohe, flexible Leistung erbracht. Jetzt sind die Arbeitgeber dran: Wir fordern auch von den Arbeitgebern Flexibilität.“ Angesichts der guten wirtschaftlichen Situation in der Branche seien die Forderungen der Gewerkschaft machbar, so Höbel, der am Dienstag auch in Eisenhüttenstadt vor der Belegschaft sprechen will.

Der Streik findet einen Tag nach dem Antrittsbesuch von Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) bei ArcelorMittal statt. Bei seiner Unternehmensvisite am Montag ging es um Industrie- und Handelspolitik sowie um den Klimaschutz.

Von Torsten Gellner

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