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Brandenburg Warum die AfD ein Kandidaten-Problem hat
Brandenburg Warum die AfD ein Kandidaten-Problem hat
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00:21 06.02.2019
Hinweisschild zur Wahl in einer Brandenburger Kommune. Quelle: dpa/Ralf Hirschberger
Potsdam

Die Kommunalwahl im Mai könnte zur Stunde der Wahrheit für die AfD werden. Die Partei will sich festbeißen in den Gemeinden und Städten, um dem Selbstbild als Volkspartei näher zu kommen. Es dürfte für die Kalbitz-Truppe ein Kraftakt werden.

Die Partei schult ihre Basis

Denn bei den derzeitigen Umfrageergebnissen der Partei auf Landesebene – 20 Prozent – müssten mehr als die Hälfte aller 1600 Parteimitglieder auf kommunalen Listen kandidieren. 1000 Mandate könnten landesweit herausspringen. Deshalb schult die Partei in Politik-Crashkursen derzeit ihre Mitglieder, bringt ihnen bei, wie man Anträge verfasst und Einfluss auf die Tagesordnung nimmt.

Keine Diäten, dafür lange Nachtsitzungen

Die Kandidatensuche in den Kommunen ist ungleich schwerer als die für den Landtag: im Potsdamer Parlament winken Diäten von mehr als 8300 Euro im Monat. Kein Wunder, dass sich 86 AfD-Mitglieder um die – nach aktuellen Umfragewerten – geschätzten 18 bis 20 Mandate bewarben. In den kommunalen Versammlungen dagegen geht es allein um die Ehre, etwas für das eigene Dorf, den Kreis, die Stadt zu tun.

Wer mit Flüchtlings-, Euro- und Genderpolitik in Deutschland unzufrieden ist, hat noch nicht zwangsläufig Lust, sich in stickigen Abendveranstaltungen um Radwege und Kitaessen zu kümmern. Mal sehen, wie wichtig der AfD-Basis diese Themen sind.

Von Ulrich Wangemann

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