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Wasserbüffel und Wildpferde als Rasenmäher

Animalische Power statt teurer Maschinen Wasserbüffel und Wildpferde als Rasenmäher

Sie vertragen Kälte und Wasser – und sind nicht sehr wählerisch beim Futter. In Berlin hat man daher Wasserbüffel als tierische Rasenmäher auf großen Grünflächen entdeckt. Bei deren Einsatz gibt es allerdings einiges zu beachten. In Brandenburg setzt man dagegen auf Ponys und schottische Hochlandrinder.

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Vier Wasserbüffel stürmen aus einem Tiertransporter auf eine Weide im Tegeler Fließ in Berlin.

Quelle: dpa

Berlin/Brandenburg. Anstelle von Rasenmähern kommen auf großen Flächen in Berlin inzwischen Wasserbüffel zum Einsatz. „Sie werden zunehmend als Landschaftspfleger auf vier Beinen eingesetzt“, sagte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Ihm zufolge ist das „durchaus wirtschaftlich“. Der Einsatz von teuren Maschinen sei so nicht mehr nötig.

Wasserbüffel ersetzen kostspielige Spezialtechnik

Die robusten Tiere grasen nach Behördenangaben mittlerweile auf der Pfaueninsel, den Tiefwerder Wiesen in Spandau und dem Tegeler Fließ. Rund um das Feuchtgebiet in Reinickendorf waren 2015 zum ersten Mal Wasserbüffel unterwegs.

Die Saison ist nach Angaben von Bezirksamtsleiter Martin Lambert vor kurzem mit 16 Tieren zu Ende gegangen. Am Dienstagabend wollte er Anwohner zusammen mit anderen Beteiligten darüber informieren. Im Frühjahr sollen die Vierbeiner wieder im Tegeler Fließ grasen. Das Flora- und Fauna-Habitat hätte wegen seiner Wasserflächen Lambert zufolge mit Spezialtechnik gepflegt werden müssen - die könne man sich nun sparen.

Im Winter bleiben die Büffel im Stall

Obwohl die Büffel auch kältere Temperaturen gut aushalten, kommen sie in der Regel in den Wintermonaten in den Stall. Ohnehin dürften nicht zu viele auf ein Gebiet gelassen werden, gab Wildtierexperte Ehlert zu bedenken. „Sie sollen ja nicht alles auffressen.“

Drei Wasserbüffel spielen an einem matschigen Erdloch im Tegeler Fließ

Drei Wasserbüffel spielen an einem matschigen Erdloch im Tegeler Fließ.

Quelle: dpa

Auf der Pfaueninsel waren zuletzt wie in den Vorjahren zwei Kühe mit ihren Kälbern unterwegs. Die Büffel sollen dort die artenreichen Feuchtwiesen von Gehölzaufwuchs freihalten und damit seltene Tierarten fördern. Auch sie ziehen aber regelmäßig im Herbst um.

Wasserbüffel machen ihrem Namen alle Ehre

Ihrem Namen machen die Wasserbüffel alle Ehre: „Sie sind wasserverträglich“, erklärte Ehlert. Im Tegeler Fließ bewiesen sie das im Sommer eindrücklich - und waren dort zeitweise planschend in matschigen Erdlöchern zu sehen. Im Unterschied zur heimischen Kuh haben Wasserbüffel keine Schweißdrüsen und brauchen die Abkühlung. Auch in anderen Bundesländern kommen die Tiere in der Landschaftspflege zum Einsatz - etwa in Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.

Brandenburg setzt auf Wildpferde und Hochlandrinder

In Brandenburg setzt man hingegen, neben Ziegen und Schafen, auch auf Ponys und schottische Hochlandrinder als tierische Rasenmäher, so zum Beispiel in Hobrechtsfelde (Barnim). Die kleinen Wildpferde, „Koniks“ genannt, sind in Osteuropa zu Hause und unterscheiden sich durch ihre kleine Körpergröße von 130 bis 145 Zentimetern von anderen Pferden.

Neben den Wildpferden setzt man in Hobrechtsfelde auf schottische Hochlandrinder

Neben den Wildpferden setzt man in Hobrechtsfelde auf schottische Hochlandrinder.

Quelle: S. Bartsch

Auf den ehemaligen Rieselfeldern in Hobrechtsfelde sollen die Ponys mit schottischen Hochlandrindern Pflanzen aller Art fressen und so die Landschaft vor dem völligen Zuwachsen mit Bäumen und Sträuchern bewahren.

Von MAZonline

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