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Brandenburg Wasserspeicher für Spree fast leer
Brandenburg Wasserspeicher für Spree fast leer
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17:03 16.09.2018
Die Talsperre Spremberg reguliert den Zulauf der Spree. Quelle: Dpa
Potsdam

Der lange, extrem trockene Sommer in Brandenburg macht den märkischen Flüssen zu schaffen. Der Durchlauf der Spree konnte nur noch durch Wasserzulauf aus der Talsperre Spremberg (Spree-Neiße) und den sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf garantiert werden. Deren Vorrat neigt sich langsam dem Ende zu.

„Wir haben aktuell nur noch etwas über zehn Prozent der normalen Wassermenge im Speicher“, sagt Jürgen Hartz vom Fachbereich Umwelt des Landkreises Spree-Neiße. Zwar müsse die Spree wegen der Verdunstung jeden Sommer mit Wasser aus den Talsperren etwas nachgefüllt werden, allerdings geschehe das in diesem Sommer schon seit mehreren Wochen. Regen, der die Wasserspeicher auffüllen könnte, blieb auch weitgehend aus. Hartz schätzt, dass das Reservoir bei gleichbleibenden Bedingungen nur noch bis Ende September ausreichen wird.

Wegen der Notlage darf in mehreren Städten und Gemeinden des Landkreises tagsüber kein Wasser mehr aus der Spree und den Zuflüssen abgepumpt werden. „Wir sprechen damit Menschen an, die beispielsweise mit elektrischen Pumpen Wasser für ihren Garten entnehmen“, erklärte eine Sprecherin des Landkreises. Zur Zeit gilt das Verbot von 6 Uhr bis 21 Uhr in den Kommunen Spremberg, Drebkau, Neuhausen/Spree, Kolkwitz sowie in den Ämter Peitz und Burg (Spreewald). Nur Landwirte dürfen für die Bewässerung ihrer Felder weiterhin Wasser abpumpen.

Weiteres Problem ist die Trinkwasserversorgung

„Die Lage ist angespannt“, sagt Thomas Frey, Sprecher im Landesamt für Umwelt. Allerdings gelinge es durch die konzertierte Aktion über die Landesgrenzen hinweg, den Wasserstand noch konstant zu halten. „Allerdings ist irgendwann jede Zitrone ausgepresst.“ Das gelte nicht nur für die Spree. Auch andere Flüsse wie die Havel liegen derzeit deutlich unter dem durchschnittlichen Wasserstand.

Ein weiteres Problem ist die Trinkwasserversorgung im Osten Brandenburgs und in Berlin. Nach Ansicht des Bundes für Umwelt- und Naturschutzes Deutschland (Bund) hat die lang anhaltende Trockenheit zu einer Erhöhung der Sulfatkonzentration in der Spree geführt. Der Fluss fließt zum Teil auch durch Tagebaugebiete, wo die Sulfatkonzentration sowieso hoch ist. Das wird durch die hohe Verdunstung verschärft. „Es kann nicht in dem hohen Maße nachgefüllt werden, wie es eigentlich nötig wäre“, sagt Landesvorstand Sascha Maier. „Die Spree ist nahezu am Stehen.“ Der Bund fordert einen Grenzwert für die Einleitung von Sulfat aus den Kohletagebauen. Das sei wegen der Kosten für die Tagebaubetreiber bisher vermieden worden.

Von Rüdiger Braun

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