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Brandenburg Weinernte rückläufig: Winzer kämpfen für Bekanntheit
Brandenburg Weinernte rückläufig: Winzer kämpfen für Bekanntheit
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10:55 14.07.2018
Weingut-Inhaberin Lara Wolenski begutachtet in Töplitz (Brandenburg) die Reife der Trauben im Weinberg vom Klosterhof Töplitz. Eine Herde Kamerunschafe sorgt hier für gut durchlüftete Reben und hält auch den Bodenbewuchs niedrig. Quelle: picture alliance / ZB
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Brandenburg

Winzer aus Brandenburg kämpfen um mehr Bekanntheit und hoffen auf mehr Hilfe von der heimischen Gastronomie. „Die Weine aus Brandenburg werden überwiegend in Brandenburg als regionales Produkt geschätzt und konsumiert“, sagte Cornelia Wobar von der Fachgruppe Weinbau des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg auf Anfrage.

„Wir wünschen uns mehr Unterstützung“

Hier allerdings auch nicht überall. „Wir wünschen uns mehr Unterstützung durch die heimische Gastronomie.“ Brandenburg sei als Weinbauregion noch relativ unbekannt. Damit sich das ändert, wünschen sich die Winzer laut Wobar auch mehr Unterstützung durch das Landwirtschaftsministerium.

Ein weiteres Problem sähen viele Winzer darin, dass in Brandenburg nur Rebrechte für Landwein vergeben würden. „Überwiegend werden Brandenburger Weine erzeugt, die den gleichen Qualitätsanforderungen genügen wie Qualitäts-Weine und auch Qualitätsstufen wie Prädikat oder Auslese entsprechen“, erläuterte die Weinexpertin.

Das dürften die Winzer aber nicht auf das Etikett schreiben. Deshalb könnten märkische Weine auch nicht mit Gütesiegeln der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) prämiert werden. „Brandenburger Wein bleibt wohl ein Geheimtipp, den nur der schätzt, der ihn vor Ort kennengelernt hat“, sagte Wobar.

Weinernte im vergangenen Jahr rückläufig

Die Weinernte in Brandenburg ist im vergangenen Jahr rückläufig gewesen. „2017 gab es witterungsbedingt einen leichten Rückgang der Erträge auf knapp über 1200 Hektoliter“, teilte das Landwirtschaftsministerium in Potsdam mit. 2016 hätten die Winzer noch gut 1500 Hektoliter eingebracht.

Die Hektarerträge waren laut Ministerium überwiegend niedrig und lagen im Mittel zwischen 30 und 60 Hektolitern pro Hektar. Die Qualität habe aber nicht gelitten.

Die Anbaufläche ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, wie ein Ministeriumsreferent mitteilte. Die Rebfläche in Brandenburg betrage aktuell rund 30 Hektar, hinzu kämen noch 3 Hektar aus alten Pflanzrechten. Im Zuge der neuen, bundesweiten Vergabe von Rebrechten seien im Jahr 2016 in Brandenburg 2,8 Hektar neu zugeteilt worden.

„95 Prozent der Rebflächen konzentrieren sich heute in den südlichen Landesteilen sowie in Werder (Havel)“, erläuterte der Referent. Die Weinberge in Werder zählen trotz der räumlichen Entfernung offiziell zum Weinanbaugebiet Saale-Unstrut

Von Christian Bark

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