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Weiter viele Angriffe auf Flüchtlinge

Gewalttaten steigen an Weiter viele Angriffe auf Flüchtlinge

Obwohl inzwischen weniger Asylbewerber ins Land kommen, bleibt die Zahl der Gewalttaten, Bedrohungen und Brandstiftungen auf Flüchtlinge und Unterkünfte laut Brandenburgischem Innenministerium unverändert hoch. Zudem gab es mehrere rassistisch motivierte Angriffe auf Menschen, die nicht als Flüchtlinge hier leben.

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Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle Wünsdorf.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte ist in Brandenburg unvermindert hoch - obwohl inzwischen deutlich weniger Asylbewerber ins Land kommen. Im ersten Quartal dieses Jahres habe es 54 Gewalttaten gegen Flüchtlinge sowie Brandstiftungen, Bedrohungen oder Fälle von Volksverhetzung gegeben, teilte das Innenministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Andrea Johlige mit. Im gesamten Vorjahr waren es 141 Fälle, davon mehr als 100 während des größten Ansturms der Flüchtlinge im zweiten Halbjahr.

Hinzu kamen in den ersten drei Monaten dieses Jahres 18 rassistisch motivierte Angriffe auf Menschen, die nicht als Flüchtlinge in Brandenburg leben. In fast allen Fällen fremdenfeindlicher Übergriffe sind die Ermittlungen des Staatsschutzes noch nicht abgeschlossen.

Anstieg der Gewalttaten ist „besorgniserregend“

In Nauen (Havelland) ist es zum Beispiel in der vergangenen Monaten immer wieder zu Anschlägen auf geplante Flüchtlingsunterkünfte gekommen. Hinter ihnen wird ein rechtsextremer Hintergrund vermutet. Der mutmaßliche Kopf der Neonazi-Zelle von Nauen, der NPD-Stadtverordnete und Havelländische Kreistagsabgeordnete Maik Schneider, schweigt.

Ihm, dem ebenfalls in Untersuchungshaft sitzenden mutmaßlichen Komplizen Dennis W. und anderen Angehörigen der Gruppe wirft die Staatsanwaltschaft sieben Taten vor, insbesondere die Zerstörung einer Turnhalle in Nauen im August 2015 durch Brandstiftung.

Am 25 August 2015 brannte diese Sporthalle in Nauen, die als Notunterkunft für etwa 100 Flüchtlinge geplant war

Am 25. August 2015 brannte diese Sporthalle in Nauen, die als Notunterkunft für etwa 100 Flüchtlinge geplant war.

Quelle: dpa

Besorgniserregend sei vor allem der Anstieg der Gewalttaten, sagte Johlige am Montag. „Die von Pegida, AfD und anderen Rechten betriebene Hetze lässt Hemmschwellen sinken und ermuntert Menschen, ihrem Hass freien Lauf zu lassen“, beklagte die Landtagsabgeordnete. „Wir alle sind gefordert, dem Einhalt zu gebieten.“

Von MAZonline

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