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Brandenburg Weitere Millionen für Schlösserstiftung
Brandenburg Weitere Millionen für Schlösserstiftung
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08:37 07.12.2018
Das Schloss Sanssouci in Potsdam gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Quelle: Bernd Settnik/dpa
Potsdam

Der dem Brandenburger Landtag in der kommenden Woche vorliegende Doppelhaushalt für 2019/2020 sieht Ausgaben für das zweite Sonderinvestitionsprogramms der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten vor.

Veranschlagt sind dafür im Regierungsentwurf pro Jahr 10,4 Millionen Euro, wie aus der Antwort des Kulturministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Ulrike Liedtke hervorgeht. Berlin, Brandenburg und der Bund hatten sich darauf geeinigt, bis 2030 zusätzlich 400 Millionen Euro für den Erhalt der Schlösserlandschaft auszugeben und damit vernachlässigte Investitionen aus früheren Jahrzehnten nachzuholen.

Brandenburg bekommt 131 Millionen Euro

Auf den Bund entfallen 200 Millionen Euro, auf Brandenburg 131 Millionen und auf Berlin 69 Millionen Euro. In den kommenden fünf Jahren sollen nach Stiftungsangaben 25 der 60 Projekte des Sonderinvestitionsprogramms geplant und angeschoben werden.

Dazu gehören die Restaurierung der Innenräume des Schlosses Babelsberg, die Sanierungen des Schlosses Pfaueninsel, des Logierhauses neben dem Schloss Caputh, der Römischen Bäder und der Villa Liegnitz im Park Sanssouci. Auf der Liste der vorrangigen Sanierungsprojekte stehen auch das Rote Haus und das Damenhaus im Neuen Garten, die weniger im öffentlichen Focus stehen.

Auch in den Westen Brandenburgs fließt Geld

Zu den weiteren vorrangigen Kulturinvestitionen im Doppelhaushalt, nach denen die SPD-Kulturexpertin gefragt hatte, gehören laut Antwort 800 000 Euro für die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder). Der Fundus der Stiftung soll an einem neuen Standort in Cottbus untergebracht werden. Der dafür vorgesehene Umbau einer leerstehenden Werkhalle soll im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein.

Mit 1,12 Millionen Euro fördert das Land im nächsten Jahr die Sanierung des Kavalierhauses der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. Das zum Schlossensemble gehörenden Gebäude wird derzeit umfassend saniert, ein darin untergebrachter Restaurationsbetrieb für die Besucher des Branitzer Parks soll im April 2020 wieder öffnen.

Die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte, die das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und das Veranstaltungsprojekt Kulturland Brandenburg seit 2014 vereint, erhält in den beiden kommenden Jahren insgesamt 600 000 Euro für Investitionsmaßnahmen. Damit wird die technische Ausstattung des 1789 errichteten Kutschstall-Gebäudes in Potsdam erneuert, das seit 2003 als Ausstellungs- und Veranstaltungshaus genutzt wird.

Auch Investitionen in der Gedenkstätte Sachsenhausen

Mit einer halben Million Euro für die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten soll die Sicherungstechnik in der Gedenkstätte Sachsenhausen erneuert werden, mit jährlich 100 000 Euro sollen laut Kulturministerium dringende Sanierungsarbeiten im Beherbergungsbereich der Gesellschaft Musikkultur Rheinsberg finanziert werden. Diese Einrichtung entstand 2014 aus der Fusion der Kammeroper Schloss Rheinsberg und der Musikakademie Rheinsberg.

Laut Kulturministerium besteht über die Schwerpunktbereiche hinaus auch ein Investitionsbedarf bei kleineren Kultureinrichtungen Brandenburgs, die für die kulturelle Infrastruktur in den ländlichen Regionen unverzichtbar seien. Dazu zählten Museen, Freie Theater und soziokulturelle Einrichtungen. Da hierfür EU- und Bundesmittel nur in Ausnahmefällen zur Verfügung stünden, unterstütze das Land seit 2017 auch kleinere Bau-, Ausstattungs- und Beschaffungsmaßnahmen über Projektförderungen.

Von RND/dpa

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