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Weitere Zeltstadt für Flüchtlinge

Asylbewerber leben auf Gelände der Bundespolizei Weitere Zeltstadt für Flüchtlinge

Brandenburgs Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt platzt aus allen Nähten. Die Notlösung: Zelte. Nun wurde erneut eine Zeltstadt aufgebaut. Asylsuchende leben künftig auf einem Gelände der Bundespolizei. Schon Dienstag werden die ersten Flüchtlinge eintreffen. 

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DRK-Kräfte bauen Zelte für etwa 500 Flüchtlinge auf dem Gelände der Bundespolizei in Eisenhüttenstadt auf.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Eisenhüttenstadt.  Ein zweites Notquartier mit Zelten für Flüchtlinge ist am Samstag in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) aufgestellt worden. Die ersten Menschen sollen kommenden Dienstag die Unterkünfte beziehen. Die Zelte mit Feldbetten und Schlafsäcken sind für etwa 500 Flüchtlinge gedacht.

Die Unterbringung der steigenden Zahl von Asylbewerbern werde zunehmend zum Problem, sagte Innenstaatssekretär Matthias Kahl in der Erstaufnahmeeinrichtung der Zentralen Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt.

„Es ist ein Ausmaß erreicht worden, das dieses System sprengt“, betonte er.

Doch die Zustände in den Zelten sind katastrophal. Im Sommer ist es besonders heiß in den riesigen Zelten, in denen eine Liege an der anderen steht. Außerdem sind sie wenig geschützt, etwa, wenn ein Sturm über die Mark zieht.

Die derzeitige Unterbringung sei sicherlich nicht optimal, so Kahl. „Es gibt im Moment aber keine bessere Lösung“, sagte er. Zum Winter sollen dauerhafte Außenstellen der Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt entstehen: in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) sind bis Dezember 400 Plätze geplant, in Wünsdorf (Teltow-Fläming) 500. Dafür werden ehemalige Kasernen hergerichtet.

Flüchtlinge bleiben 67 Tage in der Einrichtung

Das neue Notlager betreibt das Deutsche Rote Kreuz. Zur Verfügung steht auch ein Sanitärcontainer. Eine ehemalige Halle dient als Kantine.

Von den ankommenden Flüchtlingen werden in Eisenhüttenstadt zunächst die Personalien aufgenommen. Außerdem werden sie medizinisch untersucht. Durchschnittlich verbringen die Menschen in Brandenburg 67 Tage in der Erstaufnahmeeinrichtung, ehe sie auf die Landkreise verteilt werden.

Pro Woche kommen in Brandenburg etwa 500 Flüchtlinge an - meist aus dem West-Balkan und dem Nahen und Mittleren Osten. Im ersten Halbjahr sind bereits knapp 6000 Flüchtlinge angereist. Insgesamt werden in diesem Jahr 14 000 Menschen erwartet.

Von MAZonline und dpa

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