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Wels am Spieß

Buga-Kunst in Havelberg Wels am Spieß

Klaus Kubat hat ein paar dicke Fische an Land gezogen. Oder gestellt? Denn nicht nur der Dom in Havelberg lockt in diesen Tagen die Buga-Gäste zu Tausenden in die Hansestadt Havelberg. Nein, auch die Kunst kommt in der Stadt zwischen Buga-Gästen, Blumenschauen und Schaugräbern nicht zu kurz.

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Bunte Fische aus Metall stehen am Havelufer in der Hansestadt Havelberg.

Quelle: K. Kubat

Havelberg. Große Kunstwerke am Havelufer wollen schließlich entdeckt werden: Die Künstlerin Karola Dance aus Amerika und der Havelberger Metallgestalter Klaus Kubat haben zwei Skulpturengruppen mit je drei großen Fischen geschaffen. Der Buga-Hauptfisch Wels, der Aal und der Karpfen grüßen nun unweit der Tourist-Information sowie am Strand des Campingplatzes Spülinsel auf vier Meter hohen Säulen die Havelberg-Besucher.

In der Uferstraße sind Hecht, Aal und Zander zu sehen, an der Spülinsel grüßen Karpfen, Wels und Barsch. Karola Dance, die für die Malerei und die Farbgestaltung verantwortlich zeichnet und der Metallexperte Klaus Kubat, der sich auf hinreißende Skulpturen und Artwork spezialisiert hat, haben mehrere Jahre der Vorbereitung und Arbeit in dieses gelungene Projekt investiert.

Wirklich gut schwimmen können die sechs Wassertiere nicht, sind sie doch aus Stahl gefertigt, um dann lebens- und farbenfroh gestaltet zu werden. Mit eisernen Wasserpflanzen wie Seerosenblättern und -blüten würden die Übergänge der Fische zu den sechs Säulen kaschiert. So erfreuen sich die Besucher am „Fisch am Spieß“.

Lange vor der Buga-Eröffnung wurden am Ufer der Havel sichere Fundamente gegossen. So ein dicker Fisch, wie man ihn selten an und in der Havel findet, hat schließlich Gewicht: die Flossentiere sind bis zu vier Meter lang und schon mal 120 Kilogramm dick.

Die Fische sind in ihrer Form für Jung und Alt als Havelbewohner erkennbar. Allerdings haben die Künstler all ihren Tieren herrlich frische Farben geschenkt und sie – passend zur Buga – mit Blüten und Blumen geschmückt.

Der Metallkünstler Klaus Kubat hatte gegenüber dem MDR erklärt: „Die Fische wollen wir den BUGA-Gästen auch als Geste zur Versöhnung mit der Natur präsentieren. Die biologische Vielfalt in der Havel nimmt zum Glück wieder zu. Unsere Plastik erinnert an die laufende Renaturierung des Flusses wie an die Fischereitraditionen der Region.“

Die Malerin Karola Dance, die in Deutschland aufwuchs, hofft, dass sich die Havelberg-Besucher einen Quiz liefern, um die Arten zu erraten. Und sie ist überzeugt: Die Skulpturen verbreiten gute Laune.
Die Stadt Havelberg hat im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau für Kunstprojekte vom Land Sachsen-Anhalt 300.000 Euro bekommen.

Mit diesem Geld wird ein Wand relief für das Café am Havelberger Dom und für ein Denkmal zum Bernsteinzimmer bezahlt. Das berühmte Bernsteinzimmer Kunstwerk wurde dem Russischen Zaren schon 1716 vom damaligen Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. eben in Havelberg symbolisch als Geschenk übergeben.

Von Benno Rougk

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