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Weltklasse in der Weite der Mark

Brandenburgische Sommerkonzerte Weltklasse in der Weite der Mark

Die Brandenburgischen Sommerkonzerte gehen in ihre 27. Saison – wieder haben sie Weltklasse im Programm, wenn etwa der Cellist Jan Vogler zusammen mit dem Pianisten Martin Stadtfeld am 3. September im Kloster Zinna Werke von Bach, Beethoven und Mendelssohn Bartholdy spielt. Auch zum Thema Reformation gibt es einen speziellen Auftritt.

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Auch Geigen geben den Ton bei den Sommerkonzerten an.

Quelle: DPA

Potsdam. Die Brandenburgischen Sommerkonzerte gehen in ihre 27. Saison, gut 200 Orte haben sie in der Mark bereits bespielt. Auch in überschaubaren Dorfkirchen bemühen sich die Organisatoren, die technischen Voraussetzungen für Konzerte zu schaffen – und stets geht es darum, neben der Musik auch kulturelle Aspekte der Gegend zu präsentieren, verbunden mit einer Kaffeetafel.

In diesem Jahr wird es 36 Auftritte geben, einer der spektakulärsten findet zum Saisonende in der Kirche des Klosters Zinna statt. Der Cellist Jan Vogler und der Pianist Martin Stadtfeld genießen Weltruf, sie treten am 3. September um 17 Uhr in der umfangreich restaurierten Kirche auf. Ihr Programm liegt zwischen Klassik, Romantik und Barock: Sie spielen Sonaten von Bach und Mendelssohn Bartholdy sowie Variationen von Beethoven.

Proben nachts um drei Uhr

Auch die Violinistin Franziska Hölscher spielt ein Konzert, sie tritt im Klaviertrio an, zu dem neben der Geige auch Piano und Cello zählen – in der Laurentiuskirche von Rheinsberg gibt es Stücke von Schumann und Dvorák zu hören. Hölscher ist 34 alt, bereits mit 19 Jahren arbeitete sie mit der großen Pianistin Martha Argerich zusammen. Eine Erfahrung der besonderen Art: „Sie ist eine unheimlich nette und hochmusikalische Frau, ihr Leben spielt sich in der Nacht ab. Ich wurde für drei Uhr morgens zur Probe in die italienische Provinz gebeten. Für diese große Klavierspielerin habe ich das gerne gemacht.“

Luther und die Reformation sind auch bei den Brandenburger Sommerkonzerten ein Thema, 500 Jahre nach der Verkündung der Thesen in Wittenberg. In der Nikolaikirche von Jüterbog singt der Rias-Kammerchor Stücke von Orlando di Lasso, Heinrich Schütz, Samuel Scheidt und Claudio Monteverdi. Sie gelten als „Echo“ der Reformation und sind zu gleichen Teilen nach katholischen und evangelischen Komponisten sortiert.

Die Brandenburgischen Sommerkonzerte sind eine Erfolgsgeschichte, ohne öffentliche Förderung verwalten sie einen Etat von aktuell 650 000 Euro. Ihre Auslastung liegt bei 85 Prozent, jüngst wurde ihnen der Tourismuspreis des Landes Brandenburg verliehen.

Brandenburgische Sommerkonzerte vom 10. Juni bis 10. September. www.brandenburgische-sommerkonzerte.org

Von Lars Grote

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