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Weniger Korruption in Brandenburg

Zahl der registrierten Fälle leicht gesunken Weniger Korruption in Brandenburg

Die Korruptionsfälle in Brandenburg sind im vergangenen Jahr leicht zurück gegangen. Gab es sonst 300 Fälle, waren es nur noch 270. Knapp 80 Prozent davon gehen auf das Konto von Verwaltungen. Häufig kommen die Hinweise auf Bestechungen und Vorteilsnahmen anonym.

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Immer wieder gibt es Bestechungsversuche in Brandenburg. Die Zahl ging aber leicht zurück.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Die Zahl der neuen Korruptionsfälle ist im vergangenen Jahr in Brandenburg leicht zurückgegangen. Nach mehr als 300 neuen Fällen in den beiden Vorjahren sei die Zahl der Neuzugänge bei der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft Neuruppin auf rund 270 gesunken, teilte das Justizministerium mit. Gleichzeitig stieg die Zahl der erledigten Verfahren und der Anklagen deutlich: Waren es 2013 noch 276 erledigte Fälle, konnten im vergangenen Jahr 355 Verfahren abgeschlossen werden. In knapp jedem fünften Fall wurde von der Staatsanwaltschaft Anklage oder Strafbefehl erlassen, in den Vorjahren kam es jeweils nur in etwa jedem zehnten Fall dazu.

„Die Zahl der neuen Ermittlungsverfahren ging im Jahr 2014 zwar zurück, sie liegt aber immer noch über dem Durchschnittswert von gut 200 Fällen pro Jahr seit 2001“, sagte Ministeriumssprecherin Maria Strauß am Montag. „Die im Bundesvergleich relativ hohen Eingangszahlen lassen sich darauf zurückführen, dass Brandenburg der Bekämpfung der Korruptionskriminalität schon seit vielen Jahren besondere Aufmerksamkeit widmet.“

In Brandenburg geht es nach Angaben der Staatsanwaltschaft in gut 80 Prozent der Fälle um Korruption in Verwaltungen. 2014 gab es 25 Fälle in Unternehmen, während 127 Verfahren Bestechung beziehungsweise Vorteilsannahme von Amtsträgern betrafen. Im vergangenen Jahr kamen die Hinweise an die Staatsanwaltschaft in 41 Prozent der Fälle durch anonyme Anzeigen, weitere 23 Prozent von bekannten Hinweisgebern und 21 Prozent von betroffenen oder geschädigten Firmen und Behörden.

Von MAZonline/dpa

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