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Weniger Sparkassen-Filialen im Osten

Schrumpfende Bevölkerung, mehr Online-Konten Weniger Sparkassen-Filialen im Osten

Noch ist die Lage der Ost-Sparkassen gut. Doch schon ab dem Jahr 2017 rechnet der Dachverband OSV mit erheblichen Ertragseinbrüchen. Bundesweit wollen die Sparkassen bei den Sachkosten bis zu 20 Prozent einsparen. In den neuen Bundesländern wird außerdem das Filialnetz weiter schrumpfen.

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Die Sparkassen müssen in Zukunft sparen.

Quelle: dpa

Berlin. Angesichts von mehr Online-Konten und einer schrumpfenden Bevölkerung soll das Sparkassen-Filialnetz in Ostdeutschland weiter schrumpfen. Die Institute wollten das aber „sehr verantwortungsvoll“ tun, sagte der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV), Michael Ermrich, am Dienstag in Berlin. „Wir glauben, dass die Schließung von Filialen nicht das erste Allheilmittel ist“, fügte er hinzu. Eine Geschäftsstelle zu schließen, habe einen vergleichsweise geringen Spareffekt. Die Institute entwickelten Modelle, um auf dem Land präsent zu bleiben. Dazu gehörten etwa der Sparkassenbus und dörfliche Versorgungszentren, bei denen sich regionale Dienstleister, darunter die Sparkasse, einen gemieteten Raum teilten.

Vor zehn Jahren hatte der OSV in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern noch 60 Sparkassen mit 1800 Filialen unter seinem Dach. Ende 2014 waren es nur noch 45 Sparkassen mit 1440 Geschäftsstellen. Ermrich erinnerte daran, dass „in unserem Geschäftsgebiet in den letzten zehn Jahren insgesamt über eine Million Einwohner verloren gegangen sind und dieser Prozess anhält“.

Bislang noch gute Erträge, doch Sparmaßnahmen notwendig

Trotz niedriger Zinsen legen die Privatkunden der ostdeutschen Sparkassen weiterhin viel Geld beiseite. Dabei parkten sie es im ersten Halbjahr 2015 häufig auf Giro- oder Tagesgeldkonten. Dementsprechend stehen die Sparkassen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern noch verhältnismäßig gut da. Ihr Betriebsergebnis vor Sondereffekten soll in diesem Jahr bei 1,18 Milliarden Euro liegen nach 1,24 Milliarden im Jahr 2014.

Die Zinssituation und die hohen Kosten der Bankenregulierung bereiten den Kreditinstituten zunehmend Sorgen, machte Zender klar: „Ab 2017 werden wir erhebliche Ertragseinbrüche sehen.“ Deshalb wollten die Sparkassen bundesweit bei den Sachkosten bis zu 20 Prozent sparen. Es gehe darum, Geschäftsprozesse zu verkürzen und die Produktangebote der Sparkassen zu vereinheitlichen, sagte Geschäftsführer Zender. „Es geht nicht um den Abbau von 20 Prozent der Mitarbeiter“, betonte OSV-Präsident Michael Ermrich.

Von MAZonline

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