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Brandenburg Weniger Verkehrstote – aber nicht in Brandenburg
Brandenburg Weniger Verkehrstote – aber nicht in Brandenburg
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13:54 27.02.2018
Bundesweit sankt die Zahl der Verkehrstoten auf ein Rekordtief. Allerdings nicht in Brandenburg. Quelle: dpa
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Wiesbaden 

Immer weniger Menschen verlieren im Straßenverkehr ihr Leben. Im vergangenen Jahr starben in Deutschland 3177 Menschen bei Verkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl sank damit auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Im Jahresvergleich starben 29 Menschen weniger im Straßenverkehr als im Jahr zuvor. 388 200 Menschen wurden 2017 auf Deutschlands Straßen verletzt und damit 2,1 Prozent weniger als im Jahr 2016.

Den bislang vorliegenden Zahlen zufolge sank vor allem die Zahl getöteter Autofahrer, auch die Zahl der getöteten Fußgänger ging zurück. Dagegen kamen unter anderem mehr Fahrer von Motorrädern und -rollern ums Leben.

Die Gesamtzahl der Unfälle erreichte unterdessen einen neuen Höchststand: Die Polizei nahm rund 2,6 Millionen Unfälle auf, das waren zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei 2,3 Millionen Unfällen entstand lediglich Sachschaden, bei 301 200 Unfällen wurden Menschen verletzt oder getötet.

Starker Anstieg in Brandenburg

Die Statistik zeigt große Unterschiede unter den Bundesländern: In Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Thüringen gab es 2017 mehr Verkehrstote als im Vorjahr. Mit 11.503 Verunglückten bliebt die Zahl der in einen Unfall verwickelten Menschen in Brandenburg nahezu gleich. Allerdings starben 148 Menschen – das waren 27 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 22,3 Prozent. Auf eine Million Einwohner kommen in Brandenburg damit 59 Tote – soviel wie in keinem anderen Bundesland.

In Bremen blieb die Zahl der Getöteten unverändert, in den übrigen Bundesländern sank die Zahl. Gemessen an der Einwohnerzahl war den Angaben zufolge das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie Niedersachsen am höchsten.

Von Isabell Scheuplein

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