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Brandenburg Wenn die Eismaschine streikt – mal wieder
Brandenburg Wenn die Eismaschine streikt – mal wieder
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14:44 20.02.2017
Die Fast-Food-Kette McDonald’s hat weltweit Filialen. Quelle: AP
Potsdam

Beim Essen hört für die meisten Menschen der Spaß auf. Vor allem bei solchem, das möglichst schnell vom Teller in den Mund landen soll. Das hat auch der Fast-Food-Riese McDonald’s verstanden, der mit sinkenden Umsatzzahlen zu kämpfen hat. Laut Statistikportal Statista ist der weltweite Umsatz der Kette von 28,1 Milliarden Dollar im Jahr 2013 auf 24,6 Milliarden 2016 gesunken. Das Unternehmen will den Abwärtstrend korrigieren und setzt auf Transparenz: So wurde auf der Unternehmenswebsite ein Forum eingerichtet, in dem Mitarbeiter Kundenfragen beantworten.

Ein Problem stößt den Kunden scheinbar besonders auf: wenn es in den Filialen kein McFlurry-Eis gibt. Das Softeis, das mit verschiedenen Süßigkeiten und Soßen kombiniert werden kann, scheint häufig nicht verfügbar zu sein. Das berichtete vor Kurzem das US-Wirtschaftsmagazin „Wall Street Journal“ unter Berufung auf das Datenanalyseunternehmen Quantifind: In den Vereinigten Staaten wurde im vergangenen Jahr keine Beschwerde häufiger im sozialen Netzwerk Twitter verbreitet als die über arbeitsmüde Eismaschinen bei dem Burger-Riesen. Nutzer posten Bilder, die Aushänge an den Kassen zeigen: „Die Eismaschine ist kaputt“ lässt sich vor allem in den USA häufig finden.

Eismaschinen sind extrem pflegebedürftig

Doch gibt es in Deutschland ähnliche Probleme? „Wir beziehen unsere Shakemaschinen von zwei Herstellern: Carpigiani und Taylor – das sind die gleichen Eismaschinen wie bei den Kollegen in den USA“, sagt Peter Lemm, Pressesprecher von McDonald’s Deutschland.

Dabei handelt es sich bei den Automaten, in denen auch Milchshakes und das McSundae-Eis hergestellt werden – und nicht etwa um reparaturanfällige Auslaufmodelle, wie manche vermuten. Doch laut McDonald’s sind die Eismaschinen extrem pflegebedürftig und die Hygieneanforderungen des Unternehmens hoch.

„Die Maschine pasteurisiert einmal täglich“, erläutert Lemm. „Während diesem Pasteurisierungsvorgang wird die Eismasse in der Maschine erhitzt. Dies ist notwendig, um das Wachsen von Organismen im Behälter zu verhindern. Der Vorgang dauert etwa drei Stunden.“ Drei Stunden, in denen kein Eis gezapft werden kann und die Kunden das Schnellrestaurant ohne den gewünschten McFlurry verlassen müssen.

Geräteoberflächen, Sirupleitungen, Toppingbehälter: viel zu reinigen

Eine McDonald’s-Mitarbeiterin aus den USA sagte dem „Wall Street Journal“, dass elf Reinigungsschritte notwendig seien, um die Hygieneanforderungen an die Eismaschine zu erfüllen: So muss eigens für die Eisautomaten ein Reinigungsmittel angerührt werden. Dann werden die Geräteoberflächen gereinigt und die Sirupleitungen durchgespült. Zusätzlich findet zweimal wöchentlich eine Reinigung der Topping- und Sirupbehälter statt. Alle zwei Wochen folgt eine Grundreinigung, bei der die Shakemaschine auseinandergebaut werden muss. „Alles an den Maschinen ist fürchterlich“, flucht die zitierte Mitarbeiterin und beklagt sich über die Anfälligkeit der Eismaschinen.

Dabei gibt sich McDonald’s nach eigenen Angaben Mühe, die Reinigung abseits der Stoßzeiten zu legen: „In den Restaurants, die durchgehend geöffnet haben, wird das Pasteurisieren in die Zeit gelegt, in der erfahrungsgemäß weniger Gäste im Restaurant sind,“ sagt Pressesprecher Lemm. „In Filialen, die über Nacht geschlossen sind, wird während der Schließzeiten gereinigt.“

Wer also Lust auf ein Softeisdessert verspürt, sollte besser zeitig am Tag die Fast-Food-Kette aufsuchen.

Von Manuel Behrens

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